Jetzt kommt die Wahrheit über die Zug-Entführung ans Licht

Die Bundespolizei hatte nach dem Vorfall die Gleise rund um die Uhr bewacht.
Die Bundespolizei hatte nach dem Vorfall die Gleise rund um die Uhr bewacht.  © Danilo Dittrich

Görlitz - Eine Zugentführung sorgte am Freitag in Görlitz für Wirbel. Nun konnte die Staatsanwaltschaft Görlitz den Fall aufklären.

Was war passiert? Der Triebwagen von Zugbetreiber "Trilex" wurde am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr aus dem Abstellbereich des Görlitzer Bahnhofs geklaut und entgleiste schließlich (TAG24 berichtete).

Der Triebwagen-Entführer kam nicht weit, da die Schiene durch eine sogenannte Gleissperre gesichert wurde. Die Polizisten konnten als Tatverdächtigen einen Jugendlichen ermitteln. Nachdem er sowohl von Bundespolizei als auch von der Staatsanwaltschaft verhört wurde, räumte er seine Straftat ein.

Ihm wird gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorgeworfen. Während einem Erwachsenen in dem Fall eine Freiheitsstrafe zwischen drei Monaten und zwei Jahren drohte, wird der Teenager wohl Strafmaßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz verordnet bekommen.

Um seine Tat auszuüben, den Zug in Gang zu setzen und zu steuern, muss der Beschuldigte über ausreichendes technisches Verständnis hierzu verfügt haben.

Für den gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ist ein Jugendlicher verantwortlich.
Für den gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ist ein Jugendlicher verantwortlich.  © Danilo Dittrich