So stoppte eine Gleissperre die Zug-Entführer in Sachsen

Einen solchen Triebwagen wollte ein Unbekannter vom Bahnhof Görlitz entführen.
Einen solchen Triebwagen wollte ein Unbekannter vom Bahnhof Görlitz entführen.  © Danilo Dittrich

Görlitz - Extreme Liebe zur Bahn oder einfach nur Wahnsinn?

Die Ermittler der Bundespolizei rätseln derzeit, was hinter einem seltsamen Zugunfall in Görlitz steckt: Dort hatte ein bisher Unbekannter den Triebwagen der Länderbahn geklaut und entgleisen lassen.

Gegen 16 Uhr fuhr er plötzlich los, ein fast 70 Tonnen schwerer Triebwagen im Abstellbereich des Görlitzer Bahnhofs: "Der Wagen kann nicht von allein gerollt sein", sagt Jörg Puchmüller (50), Sprecher der Länderbahn.

"Außerdem braucht man sowohl zum Öffnen als auch zum Starten des Triebwagens einen Schlüssel. Allerdings sind alle unsere Schlüssel dort, wo sie hingehören." Weit kam der illegale Lokführer allerdings nicht: Die Schiene war mit einer sogenannten Gleissperre gesichert.

"Die kann ein Zug nicht überfahren, ohne zu entgleisen", so Puchmüller. Genau das geschah auch. "Der Wagen ist jetzt in der Werkstatt", sagt der Sprecher. "Der genaue Schaden ist noch unklar."

Die Bergung des Wagens dauerte bis tief in die Nacht, die Bundespolizei ist jetzt auf der Suche nach dem Zugentführer.

Die Bundespolizei ermittelt jetzt in diesem rätselhaften Fall, die Abstellgleise werden rund um die Uhr bewacht.
Die Bundespolizei ermittelt jetzt in diesem rätselhaften Fall, die Abstellgleise werden rund um die Uhr bewacht.  © Danilo Dittrich

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