Mit diesem Trick sagen Studenten dem Kippendreck den Kampf an

Frankfurt - Rauchen ist ungesund - diese Tatsache sollte niemandem unbekannt sein. Doch dass die zurückgelassenen Zigarettenstummel mindestens genauso ärgerlich sind, darüber machen sich wohl nur die Wenigsten Gedanken. Ein kleines, aber feines Projekt soll nun helfen.

Mit dieser kleinen Meinungsumfrage soll die rücksichtslose Entsorgung von Zigarettenstummeln verhindert werden.
Mit dieser kleinen Meinungsumfrage soll die rücksichtslose Entsorgung von Zigarettenstummeln verhindert werden.  © Screenshot Facebook/unifrankfurt.enactus

Dieses trägt den Namen "ReCigs" und wurde von der Studierenden-Organisation Enactus der Universität Frankfurt ins Leben gerufen. Die Idee dahinter - an sich recht simpel: Die gelben Kästen, wie beispielsweise der am Gebäude für Recht und Wirtschaft der Frankfurter Goethe Universität, werden mit Fragezetteln bestückt.

Der Raucher kann dann per Einwurf seines ausgedrückten Zigarettenstummels abstimmen, beziehungsweise antworten. Das hilft nicht nur der Umwelt. Denn die Meinungsfilter, wie sie die Initiatoren nennen, werden in Zusammenarbeit mit einer Behinderten-Werkstatt gefertigt und von sozial benachteiligten Personen geleert.

Mit der simplen Idee verfolgen die Studierenden ambitionierte Ziele, die sie selbst wie folgt formulieren.

  • "Die Verschmutzung der Umwelt durch Zigarettenreste wird nachhaltig verringert. Dies führt zu einem besseren Straßenbild und saubererem Trinkwasser."
  • "Raucher werden auf das Problem aufmerksam gemacht und angehalten, bewusster mit der Entsorgung von Zigaretten umzugehen."
  • "Mit der Entleerung der Kästen können wir Menschen ohne festen Beruf eine Arbeitstätigkeit geben."
  • "Durch die Zusammenarbeit mit Menschen mit einer Behinderung wollen wir auch Ihnen eine neue, spannende Aufgabe geben."

Hut ab vor so viel Engagement! Die Mitglieder von Enactus haben sich die Tatsache, dass in der Regel acht von zehn Zigarettenstummeln auf dem Boden und nicht im Mülleimer landen und so unter anderem unsere Trinkwasser-Qualität beeinflussen, vorbildlich vor Augen geführt.

Die Meinungsfilter sollen in Zukunft an verschiedensten Orten aufgestellt und immer wieder mit neuen "interessanten, witzigen und teilweise auch kontroversen Fragen" bestückt werden.

In 36 Ländern engagieren sich mehr als 75.500 Studierende an 1.700 Hochschulen bei Enactus, 550 Unternehmen unterstützen die Organisation. Damit ist Enactus das weltweit größte Netzwerk seiner Art.

Titelfoto: unifrankfurt.enactus/


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