"Ich muss erstmal Mutti anrufen": Denise Herrmann jubelt über ersten WM-Titel

Östersund/Oberwiesental - Es war ihr Tag bei der Biathlon-WM im schwedischen Östersund: Die Oberwiesenthalerin Denise Herrmann (30) gewann am Sonntag ihren ersten WM-Titel.

Im Ziel angekommen kann Denise Herrmann gar nicht fassen, was sie da geschafft hat.
Im Ziel angekommen kann Denise Herrmann gar nicht fassen, was sie da geschafft hat.  © DPA

Nach ihrem Sieg im Verfolgungsrennen über zehn Kilometer kann die 30-Jährige gar nicht fassen, was sie da erreicht hat. Erst lange nach dem Rennen kam sie dazu, sich die Glückwunsch-Nachrichten durchzulesen. "Ich hab' noch gar nicht aufs Handy gucken können. Ich muss jetzt erstmal die Mutti anrufen", sagte die Oberwiesenthalerin.

Auf Instagram schreibt die Erzgebirgerin später: "Unbelievable. World Champion 🥇 Östersund i‘m in love with you💛💙! Its great to be part of this amazing team @dsv_biathlon!" (Unglaublich. Weltmeisterin, Östersund ich liebe dich. Es ist so toll Teil dieses Teams zu sein.).

Dazu postet sie ein Foto von sich und Team-Kollegin Laura Dahlmeier, die dritte geworden ist. Ebenfalls im Bild ist die Silbermedaillen-Gewinnerin Tiril Eckhoff aus Norwegen.

"Es ist unglaublich, das war ein perfekter Tag für mich. Ich bin so stolz auf das, was heute passiert ist. Ich bin so froh, dass mir so etwas Großes gelungen ist", sagte Herrmann nach ihrem Sieg. "Dass sogar zwei Deutsche auf dem Podest sind, ist einfach nur verrückt."

Denise Herrmann ist erst seit drei Jahren bei den Biathleten dabei

Denise Herrmann jubelt bei der Medaillenzeremonie am Sonntagabend in Östersund.
Denise Herrmann jubelt bei der Medaillenzeremonie am Sonntagabend in Östersund.  © DPA

Während des Rennens leistete sich die ehemalige Langläuferin zwar zwei Schießfehler, schaffte es dann aber mit über einer halben Minute Vorsprung ins Ziel. Es war nicht die erste Medaille, die die Oberwiesenthalerin bei der WM in Schweden holte: Zusammen mit der Mixed-Staffel gewann sie am Donnerstag Silber.

Auch Bundestrainer Kristian Mehringer war stolz auf den deutschen Erfolg: "Dass es so ausgeht, hätten wir uns nicht erträumen lassen. Denise und Laura haben die Fehler der anderen ausgenutzt. Die Arbeit die ganze Saison über hat sich gelohnt. Dass wir jetzt hier die Medaillen bekommen, zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben."

Denise Herrmann war erst im Frühjahr 2016 zum Biathlon gekommen. Im Dezember 2017 feierte sie ebenfalls in Schweden ihren ersten Weltcup-Sieg. "Natürlich hat der Wechsel damals Mut gekostet, aber es hat sich gelohnt. Es war natürlich mein Traum, irgendwann Weltmeisterin zu werden."

Für die weiteren Rennen bei der Biathlon-WM hat die frisch gebackene Weltmeisterin noch eine Kampfansage im Gepäck: "Wir wollen versuchen, den anderen das Leben so schwer wie möglich zu machen und noch richtig gute Rennen zeigen."

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