Nach einem Jahr: Prozess um Goldmünzen-Raub neigt sich Ende entgegen

Berlin - Im Prozess um den spektakulären Diebstahl einer 100 Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum wird am Donnerstag (9.30 Uhr) das letzte Plädoyer der Verteidigung erwartet.

Einer von vier Angeklagten im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Bode-Museum kommt zur Verhandlung.
Einer von vier Angeklagten im Zusammenhang mit dem Diebstahl der Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Bode-Museum kommt zur Verhandlung.  © Paul Zinken/dpa

Ein Urteil sollte nach bisheriger Planung noch im Februar gesprochen werden - 13 Monate nach Prozessauftakt. Mehrere Anträge von Verteidigern sind noch offen.

Die vier Angeklagten im Alter zwischen 21 und 25 Jahren sollen in der Nacht zum 27. März 2017 die Münze "Big Maple Leaf" mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro gestohlen haben.

Drei der deutschen Angeklagten, die zu einer arabischstämmigen Familie gehören, sollen über ein Fenster in das Museum eingestiegen sein. Das Trio soll dann eine Vitrine zertrümmert und das riesige Goldstück zu einem Auto geschafft haben. Ein 21-jähriger mitangeklagter Wachmann soll Hinweise gegeben haben.

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Die Verteidiger der drei Verwandten hatten bereits auf Freispruch plädiert. Aus ihrer Sicht gibt es keine Beweismittel. Die Staatsanwaltschaft beantragte Gefängnisstrafen von fünf bis sieben Jahren gegen die Angeklagten.

Die Münze ist bis heute verschwunden. Ermittler gehen davon aus, dass sie zerstückelt und verkauft wurde.

Die Big Maple Leaf wird bis heute nicht gefunden.
Die Big Maple Leaf wird bis heute nicht gefunden.  © Marcel Mettelsiefen/dpa

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