Horror in Ebola-Gebiet: Miliz tötet mindestens zwölf Menschen

Goma (Kongo) - In dem von einer gefährlichen Ebola-Epidemie geplagten Ost-Kongo hat eine Miliz Menschenrechtlern zufolge mindestens zwölf Menschen getötet.

Medizinisches Personal in Schutzanzügen versorgt an Ebola erkrankte Patienten.
Medizinisches Personal in Schutzanzügen versorgt an Ebola erkrankte Patienten.  © Jerome Delay/AP/dpa

Wegen der schlechten Sicherheitslage ist der Ebola-Ausbruch in der Region nur schwer in den Griff zu bekommen. Insgesamt mehr als 3300 Menschen haben sich laut Behörden bislang infiziert und mehr als 2200 Menschen sind gestorben.

Die Region ist seit Jahren instabil, etliche bewaffnete Gruppen sind dort aktiv. Den meisten geht es in diesem Kontext um die Kontrolle der Bodenschätze.

Eine Miliz, die radikal-islamische ADF, habe am Dienstagmorgen zwei Dörfer nahe Kamango angegriffen und mindestens zwölf Zivilisten getötet, teilte die örtliche Menschenrechtsorganisation CEPADHO am Mittwoch mit. Die Angreifer hätten zudem mindestens fünf Menschen entführt.

Allein in den vergangenen Wochen wurden Dutzende Menschen im Osten des Kongo von Milizen getötet. Die Streitkräfte haben jüngst eine Militäroperation in der Region gestartet.

In den vergangenen Wochen haben Bürger von Beni und anderen Städten zudem immer wieder gegen die Unsicherheit demonstriert, bei einem Protest wurde ein UN-Stützpunkt angegriffen.

Trotz Fortschritten beim Kampf gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola bleibt die Lage angespannt.
Trotz Fortschritten beim Kampf gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola bleibt die Lage angespannt.  © Jerome Delay/AP/dpa

Titelfoto: Jerome Delay/AP/dpa


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