Nach VfB-Horror-Hinrunde: Comeback des Gonzalo "Mister Zuverlässig" Castro

Stuttgart - Er ist der Mann mit der Nummer Acht beim Fußball-Bundesligisten VfB-Stuttgart: Gonzalo "Mister Zuverlässig" Castro.

Im Duell gegen seinen Ex-Verein BVB: Gonzalo Castro wird von Dortmunds Thomas Delaney gelegt.
Im Duell gegen seinen Ex-Verein BVB: Gonzalo Castro wird von Dortmunds Thomas Delaney gelegt.

Doch beim VfB lieferte der 31-Jährige, der im vergangenen Sommer vom BVB kam, nicht immer zuverlässig Top-Leistung ab.

Im Gegenteil: Castro war das Gesicht der Stuttgarter Horror-Hinrunde!

Seine Körpersprache, sowie die vielen haarsträubenden Fehlpässe sprachen Bände darüber, dass Castro nicht er selbst war.

Der 31-Jährige stand völlig neben sich.

Doch mit dieser schwierigen Situation wusste der erfahrene Profi lösungsorientiert umzugehen: "Ich hatte eine ähnliche Situation in Dortmund. Aus der habe ich sehr viel gelernt", sagte Castro gegenüber der "Bild".

Auch damals hatte Castro Anlaufschwierigkeiten, als er 2015 nach zehn Jahren seinen Jugendclub Bayer Leverkusen in Richtung Liga-Konkurrent Borussia Dortmund verließ.

Für die Rheinländer spulte der heutige VfB-Kicker wettbewerbsübergreifend satte 370 Partien ab, in denen ihm 30 Treffer gelangen. Er reifte in Leverkusen zu einem großen Gesicht der Bundesliga, zu einem Mister Zuverlässig.

Gegen Mainz 05 am Ball: VfB-Kicker Gonzalo Castro.
Gegen Mainz 05 am Ball: VfB-Kicker Gonzalo Castro.

Und nun scheint Castro die Schwächephase, die er beim BVB meisterte, auch beim VfB überwunden zu haben.

Wie er mit dieser umging, zeigte wahre Größe:

"Man lernt einfach mit den Jahren, dass es nichts bringt, in Selbstmitleid zu verfallen“, so der 31-Jährige gegenüber der "Bild".

"Aber es ist natürlich auch eine Charakterfrage, wie man es annimmt. Viele kommen und wollen spielen und stecken dann zu schnell den Kopf in den Sand. Die Saison ist sehr lang und ich weiß, dass sich die Startelf vom Sommer bis zum Ende gefühlt hundert Mal verändert“, erklärt Castro seine Leistungsexplosion beim VfB in den vergangenen Wochen.

So hat "Gonzo" seine Pass-Sicherheit wiedergefunden und ist besonders durch seine Standardstärke maßgeblich am Stuttgarter Aufwärtstrend beteiligt.

Beim Stuttgarter 5:1-Kantersieg über Hannover 96 war Castro für die Ecken zuständig, von denen Kollege Ozan Kabak zwei per Kopf ins Netz des Gegners wuchtete. (TAG24 berichtete)

Auch bei der 1:3-Pleite in Dortmund servierte Castro den Freistoß, den Marc-Oliver Kempf zum zwischenzeitlichen 1:1 verwandelte. (TAG24 berichtete)

Abgesehen von seinen starken Standards, strahlte Castro auch endlich wieder Ruhe im Mittelfeld aus, die ihn für den VfB spätestens unverzichtbar macht.

Der Achter könnte für die Schwaben in dieser Saison noch goldwert sein. Wenn er zuverlässig Leistung liefert, könnte er den VfB schlussendlich auch zum Klassenerhalt führen.

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