Porno, Sex, Drogen und Chaos: In "Good Boys" geht es richtig ab!

Dresden - Deftig! Die am 15. August in den deutschen Kinos startende US-Komödie "Good Boys" wählt mal einen anderen Ansatz und überzeugt mit bösem Humor und flotten Sprüchen.

Max (r., Jacob Tremblay), Thor (M., Brady Noon) und Lucas (Keith L. Williams) googlen nach Küssen - und landen auf einer Porno-Seite!
Max (r., Jacob Tremblay), Thor (M., Brady Noon) und Lucas (Keith L. Williams) googlen nach Küssen - und landen auf einer Porno-Seite!  © PR/Universal Pictures

Ganz nebenbei hat der Film das Herz auch noch an der richtigen Stelle und zieht seine Protagonisten nichts ins Lächerliche.

Im Mittelpunkt stehen mit Max (Jacob Tremblay), Thor (Brady Noon) und Lucas (Keith L. Williams) drei vorpubertäre Jungs, die beste Freunde sind.

Max spielt Videospiele und erstellt sich einen weiblichen Avatar mit größtmöglichem Brustumfang. Dabei wird er von seinem Vater (Will Forte) erwischt, der sicher ist: Der Junge beginnt zu masturbieren!

Was dem Kind natürlich peinlich ist, wird vom Vater erstmal der Mutter von Max laut durch die Wohnung rufend mitgeteilt.

Also zieht er lieber mit Thor und Lucas um die Häuser. Er wird auf eine Party eingeladen, wo Flaschendrehen samt Küssen gespielt werden soll.

Doch wie küsst man eigentlich? Die drei leihen sich die Drohne von Max' Dad aus und spionieren bei ihren hübschen Nachbarinnen, die das aber schnell merken und die Drohne fangen.

Die Rückholaktion gerät dann völlig außer Kontrolle...

"Good Boys" hat das Herz am rechten Fleck

Max (M., Jacob Tremblay) versuchte mit seinen Freunden und einer Drohne, die Nachbarinnen Hannah (r., Molly Gordon) und Lillu (Midori Francis) auszuspionieren.
Max (M., Jacob Tremblay) versuchte mit seinen Freunden und einer Drohne, die Nachbarinnen Hannah (r., Molly Gordon) und Lillu (Midori Francis) auszuspionieren.  © PR/Universal Pictures

Diese Geschichte hat Regisseur Gene Stupnitsky bei seinem Filmdebüt sehr gut umgesetzt. Zwar zündet nicht jeder Gag, hat nicht jede Szene die gleiche Qualität und ist "Good Boys" an einigen Stellen zu überdreht, doch insgesamt sorgt der schlüpfrige Humor für viele herzhafte Lacher.

Auch die Idee, drei Jungen die Hauptfiguren zu geben, erweist sich als kluger Schachzug, weil die drei Schauspieler um den "Oscar"-nominierten Tremblay ("Raum"), frisch und frech auf- und klasse zusammenspielen.

Die Chemie zwischen ihnen stimmt erkennbar. Ihre offensichtliche Freude am Dreh, wo sie sich so richtig austoben und Blödsinn machen durften, überträgt sich auch auf das Publikum, weshalb der Spaßfaktor hoch ist - sofern man mit dieser Art Humor etwas anfangen kann.

Auch die Nebendarsteller fügen sich nahtlos ins chaotische Geschehen auf der Leinwand ein. Langeweile kommt somit zu keinem Zeitpunkt der knapp 90 Minuten Laufzeit auf.

Stattdessen sorgt der Ideenreichtum dafür, dass der Film durchweg charismatisch und sympathisch ist. Zwar gibt es einige eklige Szenen, die an der Grenze des guten Geschmacks wandeln, doch insgesamt ist der anarchische Ansatz erstaunlich ausgewogen.

Weise: "Good Boys" überzeugt mit Tiefgang und frechem Humor zugleich

Was ist das denn bitte?! Max (r., Jacob Tremblay), Lucas (M., Keith L. Williams) und Thor (M., Brady Noon) stoßen auf eine Sexpuppe.
Was ist das denn bitte?! Max (r., Jacob Tremblay), Lucas (M., Keith L. Williams) und Thor (M., Brady Noon) stoßen auf eine Sexpuppe.  © PR/Universal Pictures

So gibt es immer wieder Ruhepausen mit Tiefgang, in denen die Protagonisten geschickt weiterentwickelt- und ihre Probleme behandelt werden.

Deshalb ist "Good Boys" stellenweise sogar eine gewisse Weisheit zu attestieren.

Andererseits kommen die Jungs mitunter ein wenig zu dumm herüber, wenn sie auch den hundertsten sexuellen Fachbegriff nicht kennen und einfach nur nachplappern, was sie mal gehört haben.

Meist sorgen aber genau diese falschen Erklärungen für Belustigung.

Zu letzterer trägt auch die auf cool getrimmte Hip-Hop-Musikuntermalung bei, die mehrere herrlich-überspitzte Momente heraufbeschwört. Außerdem überzeugen die Kameraführung, Locations und Kostüme.

Daher ist "Good Boys" eine wunderbar-anarchische Komödie geworden, die durchgehend unterhält und für Kurzweil sorgt, auch wenn nicht jeder Gag zündet und nicht jede Szene dieselbe Qualität hat. Spaß haben Freunde deftigen Humors dank der Schauspieler aber allemal.

Titelfoto: PR/Universal Pictures

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