Tscheche rast mit 140 Sachen der Polizei davon

Symbolbild
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Von Bernd Rippert

Gornau/Wolkenstein – Riskante Verfolgungsjagd quer durchs Erzgebirge. Ein Straftäter (35) aus Tschechien hatte es in der Nacht besonders eilig, als er einen Polizeiwagen entdeckte. Mit 140 Sachen versuchte der Fahrer den Streifenwagen abzuhängen. Doch die Beamten waren schneller – und mehr.

Kurz vor Mitternacht bekam die Polizei Marienberg einen Anruf, dass ein verdächtiger Ford an einem Autohaus in Gornau stehe. Eine Streifenwagenbesatzung machte sich auf den Weg und entdeckte den gesuchten Wagen auf der B 174 zwischen Hohndorf und Großolbersdorf.

Als der Fahrer das Blaulicht entdeckte, drückte er das Gaspedal durch und raste Richtung Heinzebank davon.

Mit bis zu 140 km/h versuchte der Flüchtige die Beamten abzuschütteln, bog auf die B 101 Richtung Hilmersdorf ab. Der Gejagte tat alles, um seine Verfolger abzuschütteln, überholte sogar in einer engen S-Kurve ein Auto.

Doch die Polizei hatte noch mehr Polizei. Mehrere Streifenwagen stellten sich kurz vor der Marienberger Straße in Wolkenstein quer und stoppten den Ford.

Ein guter Fang. Der Tscheche hat keinen Führerschein, wie eine Abfrage beim Deutsch-Tschechischen Polizeizentrum in Petrovice ergab. Die Kennzeichen am Fluchtwagen gehörten zu einem anderen Ford und die Fahrgestellnummer war an allen Stellen unkenntlich gemacht.

Zudem versuchte die Beifahrerin (27) einen Sechskantstahl – vermutlich Einbruchswerkzeug – vor der Polizei verschwinden zu lassen. Die Polizei stellte das Werkzeug sicher.

Zu schlechter letzt reagierte der 35-Jährige positiv beim Drogenschnelltest.

Die Polizei ordnete eine Blutentnahme bei dem Fahrer an und nahm ihn danach mit aufs Revier. Die Beifahrerin durfte wieder gehen.

Foto: dpa


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