Neuer Klinik-Skandal! Über 1000 Patienten mit HIV und Hepatitis angesteckt?

Goshen - Es ist eine Schocknachricht für zahlreiche Patienten! Das Goshen Health Hospital in Indiana teilte in einer Erklärung an die Presse mit, dass möglicherweise über tausend Patienten bei Operationen den Viren von HIV, Hepatitis C und Hepatitis B schutzlos ausgesetzt waren.

Möglicherweise wurden die Patienten durch nicht richtig gereinigte OP-Instrumente mit den gefährlichen Viren angesteckt.
Möglicherweise wurden die Patienten durch nicht richtig gereinigte OP-Instrumente mit den gefährlichen Viren angesteckt.  © 123rf.com/Alexander Korzh

Offenbar hat ein Mitarbeiter "einen Schritt im mehrstufigen Reinigungsprozess vergessen, wodurch möglicherweise chirurgische Geräte kontaminiert wurden", zitiert CNN Liz Fisher aus der Marketing-Abteilung der Klinik.

1182 OP-Patienten wurden bereits identifiziert, die sich zwischen April und September dieses Jahres einem chirurgischen Eingriff unterzogen hatten und deswegen betroffen sein könnten, erklärte Fisher weiter.

Alle wurden bereits schriftlich informiert, ihnen wurden kostenlose Viren-Tests angeboten.

Bei Hepatitis C handelt es sich um eine Leberinfektion, die durch Blut übertragen wird. Häufig passiert dies beim Drogengebrauch, etwa wenn Spritzbesteck gemeinsam benutzt wird. Seltener werden die Viren auch beim Sex übertragen. Ohne Behandlung kann Hepatitis C zu einer Leberzirrhose und Leberkrebs führen.

Im Fall des Krankenhauses könnten die Viren durch verunreinigte Nadeln oder Geräte zum Injizieren von Medikamenten übertragen worden sein.

Prüfung nur aus reiner Vorsicht?

Hepatitis B ist ebenfalls eine Leberinfektion, die Viren können durch Blut oder andere Körperflüssigkeiten von der infizierten auf die nicht infizierte Person übertragen werden.

Bei HIV (Humane Immundefizienz-Virus) wird das Immunsystem geschwächt, in dem die Viren wichtige Zellen zerstören. Eine unbehandelte Infektion führt in der Regel zu AIDS.

Das Goshen Health Hospital behauptet, dass die betroffenen Patienten möglicherweise nur eine "kleine Untergruppe" darstellen und das Risiko, sich angesteckt zu haben, "äußerst gering" sei. Die kostenlose Prüfung auf Viren werde "aus Vorsicht" angeboten.

Titelfoto: 123rf.com/Alexander Korzh

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