Frau soll von zwei Männern vergewaltigt worden sein: Warum wurde dieser Fall bisher verschwiegen?

Auf Nachfrage, gab die Staatsanwaltschaft Braunschweig umfangreich Auskunft (Symbolbild).
Auf Nachfrage, gab die Staatsanwaltschaft Braunschweig umfangreich Auskunft (Symbolbild).  © Ole Spata/dpa

Goslar - Bereits im Juli soll eine Frau von zwei Männern vergewaltigt worden sein. Bis zum 21. September soll es jedoch in der Presse keine Erwähnung dieses Falles gegeben haben.

Als dem niedersächsischen Landtagsabgeordneten Rudolf Götz (68, CDU) der Fall zugetragen wurde, reagierte er stutzig. Aus diesem Grund fragte er bei der Landesregierung nach, die ihm durch die Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (64) umfangreich Auskunft gab.

Demnach führt die Staatsanwaltschaft Braunschweig derzeit tatsächlich ein Ermittlungsverfahren gegen zwei syrische Flüchtlinge wegen des Verdachts der Vergewaltigung durch, berichtet "regionalGoslar.de".

Die Männer werden beschuldigt, ihr Opfer mit Drogen betäubt zu haben. Anschließend hätten sie "mit ihr Sex gehabt".

Die Frau, die ausgerechnet als ehrenamtliche Betreuerin für die zwei mutmaßlichen Täter verantwortlich war, soll in ihrer eigenen Wohnung Opfer des Verbrechens geworden sein.

Warum die Landesregierung die Presse über den Fall nicht in Kenntnis setzte, begründete sie gegenüber dem CDU-Politiker Rudolf Götz laut "regional.Goslar.de" wie folgt:

"Generell gilt, dass mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte der Geschädigten, Zeugen und Beschuldigten sowie zum Schutz laufender Ermittlungen eine proaktive Pressearbeit der Ermittlungsbehörden zu Beginn beziehungsweise während der Ermittlungen regelmäßig nicht geboten ist."

Die beiden Männer haben sich gegenüber den Behörden bisher nicht geständig gezeigt. Derzeit dauern die Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Täter, die keinerlei Vorstrafen haben, an.

Titelfoto: Ole Spata/dpa