Trotz miserabler Quoten: Bayerischer Rundfunk will an Thomas Gottschalk festhalten

München - Thomas Gottschalks (69) Literatursendung soll trotz niedriger Einschaltquoten im kommenden Jahr weitergehen.

Thomas Gottschalk soll auch 2020 auf dem BR zu sehen sein.
Thomas Gottschalk soll auch 2020 auf dem BR zu sehen sein.  © DPA

Für 2020 seien weitere Ausgaben von "Gottschalk liest?" im BR Fernsehen geplant, teilte der Bayerische Rundfunk in München auf Anfrage mit.

Und das, obwohl nach Senderangaben nur noch 73.000 Menschen in Bayern und 125.000 in Deutschland die zweite Folge im Juni sehen wollten.

Bei der ersten Ausgabe im März hatten deutschlandweit noch 470.000 Zuschauer eingeschaltet, 290.000 davon in Bayern. Kurz zuvor waren Gottschalks Trennung von seiner Frau Thea und seine neue Beziehung bekannt geworden.

Die Zuschauerquote der zweiten Folge lag dann drei Monate später nur noch bei 2,3 Prozent und damit nach BR-Angaben "im Rahmen jener Werte, die auch Literatursendungen in anderen Dritten Programmen verzeichnen".

Bei der Ausstrahlung der ersten Sendung hatte sie in Bayern noch einen Marktanteil von 8,6 Prozent erreicht, was damals einer Verdopplung auf dem Sendeplatz entsprach.

Schon nach der ersten Ausgabe wurde Gottschalk für seinen Interviewstil kritisiert. Zuschauer warfen ihm in sozialen Medien unter anderem vor, schlecht auf die Gespräche mit den Schriftstellern vorbereitet gewesen zu sein.

Die beiden nächsten Sendungen sollen am Dienstag, 15. Oktober, und am Dienstag, 10. Dezember - jeweils um 22 Uhr - im BR Fernsehen ausgestrahlt werden.

Thomas Gottschalk bei der Aufzeichnung seiner Literatursendung "Gottschalk liest?".
Thomas Gottschalk bei der Aufzeichnung seiner Literatursendung "Gottschalk liest?".  © DPA

Titelfoto: DPA

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