Adele halbiert ihren Grammy für Konkurrentin Beyoncé

Ein Emotionaler Abend für Adele: Schon bei ihrer Performance fing die Britin an zu weinen, so auch hier bei der Dankesrede.
Ein Emotionaler Abend für Adele: Schon bei ihrer Performance fing die Britin an zu weinen, so auch hier bei der Dankesrede.

Los Angeles - Die Grammy-Verleihung ist bekanntermaßen DAS Highlight der Musikbranche und wird jedes Jahr auf's Neue als bombastische Show inszeniert. Die große Abräumerin des Abends war diesmal die britische Sängerin Adele (28). Doch die sorgte gleich für zwei Fauxpas an einem Abend.

Für den ersten "Zwischenfall" sorgte das Stimmwunder bei ihrem Auftritt, bei dem sie zu Gedenken des Ende 2016 verstorbenen Sängers George Michael seinen Song "Fastlove" performte. Doch dann war sie mit ihrem Einstieg unzufrieden und bat - trotz Live-Übertragung - darum, noch einmal von vorn anfangen zu dürfen. Das allein ist schon ungewöhnlich, doch das beste daran war eigentlich ihr Fluchen, das in typisch amerikanischer Manier einfach zensiert wurde. Bekanntermaßen sind Kraftausdrücke und Schimpfwörter im US-TV verboten.

Dann der nächste Ausrutscher, der wiederum die emotionale Seite der 28-Jährigen zeigte. Als sie in der Kategorie "Bestes Album" ihre Auszeichnung entgegennahm, erklärte sie kurzerhand, dass sie diese Entscheidung nicht nachvollziehen kann.

Stattdessen hätte es ihre Konkurrentin Beyoncé (35) - mit der sie gleich in vier weiteren Kategorien nominiert war - mit ihrem ihrem Album "Lemonade" viel eher verdient.

Beyoncé ging ebenfalls nicht leer aus: Sie durfte gleich zwei Trophäen mit nach Hause nehmen.
Beyoncé ging ebenfalls nicht leer aus: Sie durfte gleich zwei Trophäen mit nach Hause nehmen.

"I can't possibly accept this award. The Lemonade album was just so monumental, Beyoncé. It was so monumental and well thought-out and beautiful and soul-bearing... we appreciate that. All of us artists here adore you. You are our light." ("Ich kann den Preis unmöglich akzeptieren. Das Lemonade-Album war einfach monumental, Beyoncé. Es war so monumental und gut durchdacht und wunderschön und voller Seele. Wir wissen das zu schätzen. Wir alle verehren dich. Du bist unser Licht.")

Und als seien diese warmen Worte nicht genug gewesen, ging die Sängerin sogar noch einen Schritt weiter und brach kurzerhand ihren Gammy in zwei Teile. Ob das die Verantwortlichen gern sahen, sei dahin gestellt. Ihr aber schien es ein Bedürfnis zu sein, den Award mit ihrer Kollegin zu teilen.

Beyoncé wirkte sichtlich gerührt. Leer ging sie eh nicht aus. Sie setzte sich in den beiden Kategorien "Bestes zeitgenössisches Album" und "Bestes Musikvideo ("Formation") durch.

Siegerin des Abends bleibt aber Adele, die zu ihren bisherigen zehn Grammys fünf (beziehungsweise 4,5) weitere dazu bekam.

Kurzerhand brach Adele den Award für das beste Album einfach in zwei Hälften.
Kurzerhand brach Adele den Award für das beste Album einfach in zwei Hälften.

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