Schlangen-Invasion auf beliebter Urlaubsinsel!

Gran Canaria/Las Palmas - Massenweise Kettennattern leben inzwischen auf Gran Canaria – und sie breiten sich immer weiter aus.

Gran Canaria scheint das Paradies nicht nur für Urlauber: Die Ketten- (oder Königs) Natter breitet sich stark aus.
Gran Canaria scheint das Paradies nicht nur für Urlauber: Die Ketten- (oder Königs) Natter breitet sich stark aus.  © 123RF

Im vergangenen Jahr habe man ca. 1100 Exemplare der Nattern gefangen. Nie zuvor gab es derart viele, schreibt >> teneriffa-news.

Unbekannt sei nach wie vor, wann und wie die Schlangenart nach Gran Canaria gekommen ist. Fest steht, sie hat auf der Insel keine natürlichen Feinde und konnte sich somit ungehindert ausbreiten.

Die invasive Art breitete sich seit Jahren aus. Erste Anzeichen gehen bis ins Jahr 1998 zurück. Der erste wirkliche Nachweis stammt aus dem Jahr 2004. Damals beschloss die Regierung, die Schlangen zu fangen. Seit 2007 kamen rund 6000 Exemplare zusammen.

Zwar sind die Nattern für Menschen unproblematisch, für die heimischen Echsenarten allerdings ein großes Problem - diese drohen auszusterben.

Es handelt sich also um eine ernstzunehmende Gefahr fürs Ökosystem der Urlaubsinsel.

Diese enorme Ausbreitung bereitet Sorgen

Die Natter wird bis zu 180 Zentimeter lang.
Die Natter wird bis zu 180 Zentimeter lang.  © 123RF

Die Kettennatter ist eine Schlangenart, die in den USA und Mexiko vorkommt. Die Kettennatter wird ungefähr 150 Zentimeter lang. Ihr Kopf ist oval und kaum vom Hals abgesetzt. Die Pupille des großen Auges ist rund. Die Grundfärbung ist schwarz mit hellen Zeichnungen.

Da etwa die Hälfte der gefangenen Exemplare Weibchen sind und jedes Weibchen auf Gran Canaria jährlich rund zehn Eier hervorbringen könne, steigt die Population.

Nun wird über eine biologische Bekämpfung nachgedacht.

Auch das Territorium, das die Nattern beanspruchen, wird jährlich größer. Inzwischen sei ein Gebiet von bis zu 80 Quadratkilometern betroffen.

"Aufgrund der nahezu explosionsartigen Ausbreitung und der inzwischen konkreten Sorge vor einer Ausrottung der heimischen Echsenarten, wird inzwischen sogar eine biologische Bekämpfung der Schlangen diskutiert", wissen die Teneriffa News weiter zu berichten.

Die Bekämpfung jedoch müsste von der Politik gebilligt werden. Allerdings verschlingt die Eindämmung enorme Kosten. Gran Canarias Regierung bat bereits 2014 um internationale Hilfe.

Experten sollten einen Plan entwickeln, wie man der Lage Herr werden könne. Damals wurden schon mehrere Hundert Tiere gezielt getötet worden.

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