Forscher untersuchen Grund dieser beliebten Meeres-Höhle und machen Horror-Entdeckung!

Belize (Zentralamerika) - Das "Great Blue Hole" gilt als eines der aufregendsten Orte der Welt. Es ist die größte Unterwasserhöhle überhaupt und zieht Jahr für Jahr Taucher an, die das Loch im Meer erkunden wollen. Zusammen mit dem Unternehmer Richard Branson (68) begaben sich jetzt auch Forscher in die Doline. Was sie am Boden fanden, schockiert.
Das "Great Blue Hole" vor der Küste von Belize.
Das "Great Blue Hole" vor der Küste von Belize.  © 123RF

Branson, der unter anderem die "Virgin Group" gründete, wurde von dem Meeresschützer Fabien Cousteau begleitet. Er ist der Enkel von Jacques Cousteau, der das Loch einst entdeckte.

Gemeinsam stiegen sie in ein Tauchboot und glitten insgesamt 125 Meter in die Tiefe.

Und was fanden sie am Grund der Sinkhöhle?

Die beiden stießen zum einen auf die Überreste von Krebsen und anderen verendeten Meerestieren, die nach unten gesunken waren.

Interessanterweise entdeckten sie auch eine Mauer aus Stalaktiten, die sich ursprünglich auf dem trockenen Land gebildet hatten. "Es ist ein Beweis dafür, wie schnell und katastrophal Ozeane ansteigen können", meint Brandson. "Mit einem Mal war der Meeresspiegel um hundert Meter niedriger."

Es wird angenommen, dass sich das "Great Blue Hole" vor etwa 10.000 Jahren noch auch trockenem Land befand und am Ende der letzten Eiszeit untergetaucht war.

So faszinierend sieht die Doline von einem Flugzeug aus.
So faszinierend sieht die Doline von einem Flugzeug aus.  © Imago

Doch es gab etwas, was die beiden Entdecker auf keinen Fall am Grund des komplexen Höhlensystems erwartet hätten - bzw. gar nicht hätten sehen wollen:

"Leider haben wir am Ende des Lochs Plastikflaschen gesehen", so der millionenschwere Unternehmer. "Die sind eine echte Plage für den Ozean."

Laut Metro schätzt man, dass jährlich 12 Millionen Tonnen Plastik in die Weltmeere gelangen. "Meine Enkelkinder werden im Jahr 2050 in ihren Dreißigern sein. Ich möchte nicht, dass sie in einer Welt ohne Korallen, ohne die Wunder des Ozeans aufwachsen", erklärt Branson weiter. "Es ist an der Zeit, dass die Regierungen handeln, um mindestens 30 Prozent des Ozeans bis 2030 zu schützen und die CO2-Emissionen so schnell wie möglich zu reduzieren."

Ihre Reise zum Grund des "Great Blue Hole" wurde vom Discovery Channel begleitet und verfilmt. Man erhofft sich durch die Expedition mehr über die Auswirkungen des Klimawandels im Laufe der Jahrtausende zu erfahren. Für Branson sei das Loch die "krasseste Erinnerung an die Gefahr des Klimawandels", die er je gesehen hat.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0