Reihenweise abgeschleppt! Wenn Pilzsammler auf dem Holzweg parken...

Graupa - Mit Körben voller Steinpilze freut sich eine Familie bereits auf die Zubereitung des gefundenen Fressens. Doch dann der Schock am Waldesrand: Das Auto für die Heimfahrt ist verschwunden. Weil Pilzsammler die Waldwege zuparken, wird momentan verstärkt abgeschleppt.

Andrang am Waldesrand: Wegen der Schwamme-Schwemme werden selbst Wege und Holzlagerplätze zugeparkt.
Andrang am Waldesrand: Wegen der Schwamme-Schwemme werden selbst Wege und Holzlagerplätze zugeparkt.  © PR

Zwei außergewöhnliche Phänomene treffen derzeit in Sachsens Wäldern zusammen: Zum einen schießen die Pilze wie schon lange nicht mehr aus dem Boden. Andererseits kämpfen Forstleute gegen einen dramatischen Borkenkäfer-Befall. Befallenes Holz muss schnellstens raus, vom Wald-Notstand ist die Rede.

Und dabei sind die abgestellten Autos der Pilzfreunde ein übles Hindernis. Revierförster melden große Schwierigkeiten an die Sachsenforst-Zentrale: Vom ersten Morgen- bis zum letzten Abendlicht werden Wege zugeparkt oder Lagerplätze blockiert.

Auch wenn es viele anders sehen, betont Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes: "Das ist kein Kavalliersdelikt. Unsere Mitarbeiter zeigen die Verstöße als Ordnungswidrigkeiten bei der Unteren Forstbehörde an." Ein Knöllchen von 30 bis 2 500 Euro kann die kostenlose Pilzmahlzeit erheblich verteuern.

Erst recht, wenn dazu noch das Auto abgeschleppt werden muss - wie in den letzten Tagen verschiedentlich geschehen.

Durch den Regen in den letzten Wochen gab es in Sachsens Wäldern die lang erwartete Pilz-Explosion. Da schlägt das Sammlerherz höhe.
Durch den Regen in den letzten Wochen gab es in Sachsens Wäldern die lang erwartete Pilz-Explosion. Da schlägt das Sammlerherz höhe.  © 123RF
Wegen des Borkenkäfers herrscht aber auch an der Forstarbeiterfront Hochbetrieb – da kommt man sich mit den Pilzsuchern ins Gehege.
Wegen des Borkenkäfers herrscht aber auch an der Forstarbeiterfront Hochbetrieb – da kommt man sich mit den Pilzsuchern ins Gehege.  © Uwe Meinhold

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