Falsche Polizistin spricht von Bombendrohung: Großeinsatz legt Innenstadt lahm

Graz (Österreich) - Eine Frau rief in einem Drogeriemarkt an und gab sich als Polizistin aus. Sie behauptete, dass eine Bombendrohung vorläge und die Mitarbeiter Bargeld hinter dem Laden deponieren sollten.

Österreichische Polizeibeamten sperren eine Straße ab (Symbolbild).
Österreichische Polizeibeamten sperren eine Straße ab (Symbolbild).  © 123RF/Андрей Шевченко

Wie die Landespolizeidirektion Steiermark mitteilt, soll am heutigen Mittwochmorgen gegen 9.45 Uhr ein bedenklicher Anruf in einer Drogerie in Graz eingegangen sein.

Die Anruferin, die sich als Polizistin ausgab, forderte die Angestellten der Drogerie auf, 2000 Euro hinter dem Laden zu verstecken. Grund dafür sei eine Bombendrohung und die Täter fordern angeblich diese Summe.

Sie gab weiterhin an, dass Zivilpolizisten bereitstünden und das Geld bewachen würden.

Als die Mitarbeiterin, die das Telefonat annahm, eine Nachfrage stellte, legte die unbekannte Anruferin sofort auf.

Daraufhin rief die Angestellte die echte Polizei an und wollte das eben geführte Telefonat fortsetzen. Doch die Beamten wussten gar nichts davon.

Sie nahmen den Anruf jedoch sehr ernst: Sofort wurde die Drogerie-Filiale und zwei benachbarte Geschäfte geschlossen. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet und die anliegenden Straßen für Fußgänger im Umkreis von 50 Metern abgeriegelt.

Im Einsatz war nicht nur die Polizei mit einem Großaufgebot. Ebenso die Berufsfeuerwehr Graz, der Rettungsdienst und ein Notarzt befanden sich vorsorglich im Einsatz.

Herbeigerufene Sprengstoff-Experten der Polizei sowie Sprengstoffspürhunde brachten bei einer genaueren Untersuchung des Drogeriemarktes keine Hinweise auf verdächtige Gegenstände. Der ganze Einsatz fand deshalb schon nach nur einer Stunde gegen 11 Uhr ein glimpfliches Ende.

Die Polizei ermittelt nun gegen die Unbekannte.

Titelfoto: 123RF/Андрей Шевченко

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