Hochinfektiöse Tierseuche kommt Deutschland immer näher

Übung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest: Die Feuerwehr desinfiziert ein Auto.
Übung im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest: Die Feuerwehr desinfiziert ein Auto.  © Jan Woitas/dpa

Greifswald–Riems – Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt näher an Deutschland heran. Nach dem Auftreten der Seuche bei Wildschweinen in Tschechien hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seine Risikoeinschätzung für die Einschleppung der Seuche nach Deutschland angepasst.

Die Experten stufen das Risiko durch direkten Kontakt zwischen Wildschweinen nicht mehr als gering ein, sondern als mäßig. Als größte Gefahr für die Einschleppung gilt weiterhin der Mensch, der über nicht gegarte, kontaminierte Schweineprodukte den Erreger nach Westen tragen könne. Das Einschleppungsrisiko durch den Menschen wird weiter als hoch eingestuft.

Das hochinfektiöse Afrikanische Schweinepest-Virus zirkuliert in Wild- und Hausschweinbeständen in den baltischen Staaten sowie in der Ukraine, Polen und Russland. Seit Ende Juni wurden 25 Wildschweine in Ost-Tschechien gefunden, die an der Krankheit verendet waren.

In keinem der Länder sei eine erfolgreiche Bekämpfung der Tierseuche bei Wildschweinen bisher gelungen, sagte FLI-Präsident Thomas Mettenleiter am Donnerstag. Gegen die Afrikanische Schweinepest existiert bislang kein Impfstoff.

Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

Ein Mastschwein in einem Mastbetrieb in Lindern (Niedersachsen) im Stall.
Ein Mastschwein in einem Mastbetrieb in Lindern (Niedersachsen) im Stall.  © dpa/Carmen Jaspersen

Titelfoto: dpa/Jan Woitas


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