Polizei alarmiert! Autobanden heuern Junkies als Fahrer an

Bei Kontrollen an der Grenze gehen den Fahndern immer wieder geklaute Autos ins Netz.
Bei Kontrollen an der Grenze gehen den Fahndern immer wieder geklaute Autos ins Netz.  © Danilo Dittrich

Liberec/Görlitz - Immer mehr Drogenabhängige werden zu „Chauffeuren“ geklauter Autos, die sie durch Sachsen nach Polen und zum Teil noch weiter in den Osten bringen. Sie gefährden den Straßenverkehr massiv.

Während die professionellen Autoknacker die Fahrzeuge aussuchen und zünden, werden Drogenabhängige für niedrige dreistellige Euro-Beträge engagiert, die Überführung der Fahrzeuge - der gefährlichste Teil des Klauaktes - vorzunehmen.

„Das trifft auch auf Feststellungen der Polizeidirektion Görlitz in den Landkreisen Bautzen oder Görlitz und damit verbundenen Ermittlungsergebnissen der Kriminalpolizei zu“, so Polizeisprecher Thomas Knaup (40).

Im Kreis Liberec/Tschechien, durch den die Junkies die Klau-Autos oft mit rasender Geschwindigkeit in Richtung Polen lenken, beklagt die Polizei ein erhöhtes Unfallaufkommen.

„Die Polizei hat deshalb die Kontrollen an bestimmten Trassen verstärkt. Wir wollen damit unterstreichen, dass wir diesen Chauffeuren keine sichere Durchfahrt bieten“, so Polizeisprecherin Ivana Balakova. In Sachsen sind die Kräfte „sensibilisiert“, so Knaup: „Wir kontrollieren den Verkehr, unsere Fahndungsgruppen sind im Einsatz.“

Die sächsische Polizei appelliert zudem an die Autobesitzer, ihre Fahrzeuge besser zu sichern.

2016 wurden in den Landkreisen Görlitz und Bautzen 409 Fahrzeuge gestohlen, hinzu kamen 189 versuchte Autodiebstähle.


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