Neuer Grenzzaun in Europa. Flüchtlinge greifen Polizisten an

Proteste gegenüber der Polizei.
Proteste gegenüber der Polizei.

Skopje - Das Balkanland Mazedonien hat am Samstag mit dem Bau eines Grenzzauns zum südlichen Nachbarn Griechenland begonnen.

Damit sollen sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge an der Weiterreise auf der Balkanroute Richtung Österreich und Deutschland gehindert werden, berichteten Medien in Skopje.

Nach Ungarn und Slowenien ist Mazedonien das dritte Land auf dem Transitweg, das den Ansturm von Flüchtlingen und Migranten auf diese Weise eindämmen will.

Schon seit Tagen hatte die mazedonische Polizei nur noch Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak durchgelassen. Als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnete Menschen wurden abgewiesen.

Abgewiesene Flüchtlinge wehren sich

Mit dem Bau des Zauns sollen sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge an der Weiterreise auf der Balkanroute Richtung Österreich und Deutschland gehindert werden.
Mit dem Bau des Zauns sollen sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge an der Weiterreise auf der Balkanroute Richtung Österreich und Deutschland gehindert werden.

Weil Migranten abgewiesen wurden, haben diese mazedonische Polizisten mit Steinen angegriffen. Bei diesen Aktionen seien mindestens 18 Polizisten verletzt worden, berichteten Medien unter Berufung auf das Innenministerium.

Die Polizei hat demnach Blendgranaten und Tränengas eingesetzt, um die etwa 250 Steinewerfer zurückzudrängen.

Tausende blockierte Flüchtlinge hatten mit zum Teil weiteren spektakulären Aktionen versucht, ihre Durchreise zu erzwingen.

So legten sie sich auf Eisenbahnschienen und hatten damit den Verkehr vorübergehend behindert. Einige hatten sich die Münder zugenäht oder einen Hungerstreik begonnen.

Migranten protestierten am Samstag während des Zaunbaus an der Grenze.
Migranten protestierten am Samstag während des Zaunbaus an der Grenze.
Grenze Mazedonien/Griechenland.
Grenze Mazedonien/Griechenland.

Foto: dpa


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