Kritik an Gretas Segeltörn: Skipper verteidigt zusätzliche Flüge

Hamburg - Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg befindet sich aktuell etwa auf halber Strecke ihrer Fahrt nach New York. Die Segeljacht "Malizia" ist knapp eine Woche nach ihrem Start gut vorangekommen.

Greta Thunberg (l), Klimaaktivistin aus Schweden, und Skipper Boris Herrmann winken von Board der Hochseejacht "Malizia".
Greta Thunberg (l), Klimaaktivistin aus Schweden, und Skipper Boris Herrmann winken von Board der Hochseejacht "Malizia".  © Kirsty Wigglesworth/AP POOL/dpa

"Wir sind happy mit dem Wetter und den weiteren Aussichten", sagte der Hamburger Skipper Boris Herrmann.

"Wir segeln in angenehmen Winden um 13 Knoten, die Sonne scheint", sagte der 38-Jährige am Dienstagabend am Telefon.

Herrmann und sein monegassischer Co-Skipper Pierre Casiraghi bringen Thunberg, ihren Vater Svante und den Filmemacher Nathan Grossman auf ihrer Rennjacht "Malizia" von Plymouth nach New York.

Thunberg will in New York im September am UN-Klimagipfel teilnehmen. Die Schwedin verzichtet wegen des Klimas auf Flüge. Zuletzt gab es aber Kritik, weil der Segeltörn mittelbar doch mehrere Transatlantik-Flüge nach sich zieht.

So treten Herrmann und Casiraghi die Rückreise per Flugzeug an, weitere Teammitglieder sollen das Boot von New York nach Europa zurückbringen, zuvor müssten sie in die USA fliegen.

Herrmann sagte dazu, die Crew habe natürlich mitbekommen, dass sich die Menschen mit der Reise auseinandersetzten. "Grundsätzlich finden wir es aber positiv, dass man sich mit dem Fliegen auseinandersetzt und Flüge als Problem erkennt. Das ist es ja, was wir wollen."

Der Skipper begründete die Unterstützung von Thunberg und ihren Zielen grundsätzlich: "Unsere Flüge ändern nichts daran, dass Greta emissionsfrei nach New York kommt. Wir selbst sind ohnehin ein Rennteam und würden sonst in dieser Zeit trainieren und auch fliegen."

Rund 1500 Seemeilen hat die "Malizia" geschafft, etwa 1700 Seemeilen sind es noch. Nach aktueller Prognose wird die "Malizia" am 27. oder 28. August in New York eintreffen.

Titelfoto: Kirsty Wigglesworth/AP POOL/dpa

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