Berliner Erzbischof vergleicht Greta Thunberg mit Jesus

Berlin - Verdammt und vergöttert: mangelnde Polarisierung kann man der Schwedin Greta Thunberg wahrlich nicht vorwerfen. Nun hat sich sogar der Berliner Erzbischof zu ihr geäußert!

Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch (rechts), hier zu sehen bei einem Gottesdienst 2018 im Berliner Dom, äußerte sich zu Greta Thunberg.
Der Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch (rechts), hier zu sehen bei einem Gottesdienst 2018 im Berliner Dom, äußerte sich zu Greta Thunberg.  © Jörg Carstensen/dpa

Und das tat Erzbischof Dr. Heiner Koch (64) in einer emotionalen Ansprache am Samstag im "RBB" (nachzuhören hier).

Zu tausenden gingen Schülerinnen und Schüler auf die Straßen, "es ist ihnen ernst und sie sind ernst zu nehmen". Und: sie folgten einer jungen Frau aus Schweden, die von manchen wie eine Heldin verehrt werde.

Doch wie schätzt Koch selbst die Aktivistin Greta Thunberg ein?

Ihn erinnerten die Freitagsdemos ein wenig an die "biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem". Es ginge ihm allerdings nicht darum, "die jugendliche Klimaschützerin Greta aus Schweden zu einem weiblichen Messias zu machen", indem ich er mit Jesus von Nazareth vergleiche.

Dennoch halte er den Beifall, den sie derzeit bekommen, nicht nur für ein kurzes Strohfeuer. Es sei wichtig, auf Missstände und Fehlentwicklungen hinzuweisen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten – auch, "wenn diese nicht auf ungeteilte Zustimmung aller stoßen."

Weiter erklärte Erzbischof Koch in seiner Ansprache: "Nichts brauchen wir weniger, als Führer, die uns für dumm verkaufen, oder denen wir blind folgen."

Aber Gesellschaft wie Kirchen würden von Vorbildern leben und Propheten brauchen, die "wertevoll" seien, an denen man sich reiben könne und von denen man lernen könne.

Greta Thunberg (16) besuchte erst vor Kurzem Berlin, hier hält sie eine Rede vor dem Brandenburger Tor.
Greta Thunberg (16) besuchte erst vor Kurzem Berlin, hier hält sie eine Rede vor dem Brandenburger Tor.  © Kay Nietfeld/dpa

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