Gretas USA-Reise alles andere als klimafreundlich

Hamburg - Greta Thunbergs (16) Segeltörn in die USA ist doch nicht so klimafreundlich wie gedacht.

Greta Thunberg überquert gerade per Segelboot den Nordatlantik.
Greta Thunberg überquert gerade per Segelboot den Nordatlantik.  © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Die Fridays-for-Future-Starterin ist gerade auf dem Segelboot "Malizia" unterwegs, um den Nordatlantik ohne Treibhausgas-Emissionen zu überqueren.

Doch, wie die taz berichtet, müssen etwa fünf Mitarbeiter nach New York fliegen, um die Jacht zurück nach Europa zu segeln.

Auch ihr Skipper Boris Herrmann (38) werde auf dem Rückweg das Flugzeug nehmen.

Von wegen klimafreundliche Reise!

So löse der Segeltörn mindestens sechs klimaschädliche Flugreisen aus. Wäre Greta geflogen, hätte sie mehr Kohlendioxid eingespart.

Das Segler-Team werde aber den Treibhausgas-Ausstoß durch die Flüge kompensieren, sagte ein Sprecher der taz.

Dabei wird Geld in Klimaschutzprojekte investiert, um die beim Flug ausgestoßenen Gase zu binden. Kritiker bezeichnen es als eine Art Ablasshandel.

Wie Greta Thunberg selbst zurück nach Europa kommt, steht aktuell nicht fest.

Es wird wohl geprüft, ob sie auf einem Containerschiff mitfahren kann.

Die Hochseejacht "Malizia" mit Greta Thunberg an Bord fährt los.
Die Hochseejacht "Malizia" mit Greta Thunberg an Bord fährt los.  © Ben Birchall/PA Wire/dpa

Update, 10.15 Uhr

Die deutsche Klimaschutz-Aktivistin Luisa Neubauer (23) aus Hamburg hat sich zu den Berichten über Greta Thunberg geäußert.

Sie schrieb auf Twitter, dass es Menschen wie Greta brauche. "Nur wer die Klimadaten kennt, weiß, dass sich alles ändern muss."

Greta setze Zeichen und zeige, dass es auch anders gehe.

Titelfoto: Montage: Ben Birchall/PA Wire/dpa, Kirsty Wigglesw

Mehr zum Thema Fridays for Future:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0