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Athen, Paris, Brazaville... jetzt Elb-Florenz

Dresden - In der Welt zu Hause, in Dresden daheim. Das Café „Aha“ an der Kreuzkirche. Als sich „Mo“ Kaskoura (40) an einem frühen Vormittag einen Cappuccino bestellt, hat sie bereits ein dickes Arbeitspensum hinter sich. „Morgens Buch schreiben, dann Unterricht.“

Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jeden Mittwoch den Beweis an. Heute: „Mo“ Kaskoura.

Moschovia „Mo“ Kaskoura im Gespräch mit MOPO24-Redakteur Torsten Hilscher.
Moschovia „Mo“ Kaskoura im Gespräch mit MOPO24-Redakteur Torsten Hilscher.

Von Torsten Hilscher

Drsesden - In der Welt zu Hause, in Dresden daheim. Das Café „Aha“ an der Kreuzkirche. Als sich „Mo“ Kaskoura (40) an diesem frühen Vormittag einen Cappuccino bestellt, hat sie bereits ein dickes Arbeitspensum hinter sich.

„Morgens Buch schreiben, dann Unterricht.“ Sie deutet auf das in Sichtweite gelegene Institut français. Dort gibt sie Sprachunterricht. Moschovia Kaskoura-Schulz, so der volle Name, lebt seit eineinhalb Jahren in der Stadt.

Auch einem Dresdner zuliebe. Ihn hatte sie auf Kreta kennengelernt. Der Mann, inzwischen ihr Ehemann, arbeitet zurzeit im Bereich Kommunikation. Von Beruf ist er Forscher. Wie sie.

Diesen beeindruckenden Lebensweg hat die Neu-Dresdnerin Mo vorzuweisen: Studien führten sie nach Avignon (für Theaterwissenschaft/Schauspiel) sowie nach Aix-en-Provence. Dort büffelte sie Vergleichende Analyse, Spezialgebiet Immigration und Jura.

„Ich bin ein Stadtmensch“, sagt Moschovia „Mo“ Kaskoura (40). Darum besucht die frankophile Griechin gern die Prager Straße.
„Ich bin ein Stadtmensch“, sagt Moschovia „Mo“ Kaskoura (40). Darum besucht die frankophile Griechin gern die Prager Straße.

Für den Abschluss ging sie an die weltberühmte Sorbonne nach Paris, um die Einrichtung später mit einem Doktor-Titel für Vergleichende Analyse in der Tasche zu verlassen. „Dann kam ich nach Athen. Dort war ich im Arbeitsministerium für Jugend und Immigration zuständig - als bislang jüngste Staatssekretärin.“

Es folgten Praktika im Kongo und in Brazaville. So kosmopolitisch wie sie waren auch die Eltern: Mama arbeitete lange in Montpellier, der Vater war Finanzchef bei beim deutschen Konzern Wella in Griechenland.

Die fleißige Tochter Mo brachte es „nebenbei“ auf vier Bücher, darunter eine Biografie über den griechischen Autor Nikos Kasantzakis (1883-1957).

Statt Paris oder Athen nun also Dresden. Das geht. Denn Mo bezeichnet sich selbst als ostdeutsche Frau. Sie habe sich nicht nur während des Studiums aus soziologischer Sicht mit dem einstigen Land hinter der Mauer befasst, auch während diverser Ferienaufenthalte in Berlin.

Moschovia „Mo“ Kaskoura als Lehrerin am Französischen Kulturinstitut Dresden.
Moschovia „Mo“ Kaskoura als Lehrerin am Französischen Kulturinstitut Dresden.

„Mir wurde deutlich, dass das verschiedene Welten sind. Das umfasst Benehmen, Bildung, aber auch die Einstellung zu Materiellem.“

Die Neugierde darauf als westlich Sozialisierte und eine grundsätzlich positive Einstellung anderen Menschen gegenüber habe ihr grundlegende Einblicke beschert. „Ich mag die Menschen hier.“ Sie spricht vom „Ost-Stil“. Den finde sie sehr charmant.

Weniger charmant, wenngleich interessant, findet sie PEGIDA. Das Phänomen beschäftigt sie als Wissenschaftlerin - und als Neu-Dresdnerin. „Dresden wird kaum noch über seine Historie, wegen seiner Kultur wahrgenommen“, hat sie festgestellt. Auswärts sei die Stadt momentan nur für PEGIDA bekannt.

„Mir persönlich stört es den Alltag und die Arbeit. Wenn montags die Innenstadt blockiert ist, der Lärm, wenn keine Tram fährt. Ich versuche nun zu verstehen, warum die Stadtverwaltung das nicht mal reguliert.“ Andererseits, argumentiert sie schon ganz dresdnerisch, dürfe die Vergangenheit Dresdens nicht unberücksichtigt bleiben: Es habe die Zerstörung, dann einen Zwangsstaat hinter sich und nun ein bislang ungekanntes Problem vor sich. Trotzdem ist sich Mo sicher: Dresden werde blühen. „Als kraftvolle, progressive, offene europäische Stadt.“ Das sei beileibe kein Widerspruch. „Wir müssen nur die Voraussetzungen dafür schaffen. Lösungen für die Probleme.“

Das mag sie an Dresden

Hier ihr Buch, aber ihr nächstes ist schon in Arbeit.
Hier ihr Buch, aber ihr nächstes ist schon in Arbeit.

Auch ihre persönliche Zukunft sieht Mo in Dresden. Nun möchte sie schnell Deutsch lernen, was gar nicht so einfach ist. Mit Augenzwinkern: „Alle Kurse für Asylbewerber sind ausgebucht ...“ Das nächste Buch ist auch bereits in Arbeit.

„Ich mag die Neustadt und die Altstadt als Viertel. Vor allem aber mag ich die Elbe. Es ist herrlich, am Fluss entlangzulaufen oder einfach nur zu schauen. Ich habe mich bereits früher mit Dresden beschäftigt, las viel in Büchern und Kunstführern. Tatsächlich hier war ich früher aber nicht.“

Das stört sie

„PEGIDA demonstriert sehr kraftvoll jeden Montag, seit einem Jahr. Aber das ist nicht Dresden. Wie viele Einwohner gibt es hier? 550.000. Aber montags demonstrieren maximal 20 000. Ich kann nicht akzeptieren, dass das Dresden sein soll! Aber die Medien berichten überproportional zu PEGIDA. Wo kommen die Gegendemos vor?

Aber: PEGIDA selbst ist in der langen Dresdner Geschichte nur eine schwarze böse Wolke, die sich bald auflöst.“

Fotos: Eric Münch

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