Wegen Lüge im Lebenslauf: Frau wird zu zehn Jahren Haft verurteilt

Griechenland - Tricksereien im Lebenslauf sind längst keine Bagatelle mehr. Doch welche Strafe einer Frau aus Griechenland für ihre Lüge jetzt aufgebrummt wurde, ist wirklich harter Tobak.

Wegen eines falschen Lebenslaufs soll eine Griechin in den Knast. (Symbolbild)
Wegen eines falschen Lebenslaufs soll eine Griechin in den Knast. (Symbolbild)  © 123RF

Die 53-Jährige hatte laut einem Bericht der "Daily Mail" 15 Jahre lang in einem öffentlich finanzierten Kindergarten als Putzfrau gearbeitet. Doch nicht nur den Job, sondern auch ihre Freiheit ist sie nun womöglich los.

Weil herauskam, dass die Frau in ihrem Lebenslauf gelogen hatte, verurteilte ein Gericht sie zu zehn Jahren Haft! Und das nur, weil sie behauptete, die Grundschule in Griechenland sechs Jahre lang besucht zu haben, obwohl sie dort nur fünf Jahre verbrachte.

Damals - vor vier Jahrzehnten - sei es in ländlichen Regionen nicht ungewöhnlich gewesen, die Schule vorzeitig zu verlassen, heißt es in dem Bericht. Um das zu vertuschen, hatte die Angeklagte ihr Zeugnis gefälscht, um den Abschluss der sechsten Klasse zu dokumentieren.

Als die Sache aufflog, warf man ihr vor, die Öffentlichkeit betrogen zu haben. Das harte Urteil des Gerichts sorgte dennoch fürAufruhr. So sagte die Griechische Liga für Menschenrechte: "Diese Entscheidung ist einfach unmenschlich."

Der Oberstaatsanwalt für den Obersten Gerichtshof kündigte an, die rechtliche Argumentation des Landgerichts zu überprüfen. Vielleicht bleiben der Frau die zehn Jahre Haft ja doch erspart.

Die Frau hatte 15 Jahre in einem Kindergarten geputzt. (Symbolbild)
Die Frau hatte 15 Jahre in einem Kindergarten geputzt. (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: 123RF


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