Migranten treten auf Lesbos in Flüchtlingslager in Hungerstreik

Die Migranten treten in Lesbos in Hungerstreik. (Symbolbild)
Die Migranten treten in Lesbos in Hungerstreik. (Symbolbild)  © DPA

Athen - In einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos sind zwölf Syrer in den Hungerstreik getreten.

Die Migranten kurdischer Abstammung protestierten gegen die lange Wartezeit bei der Bearbeitung ihrer Asylanträge, sagte ein Reporter vor Ort am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gesuche waren in erster Instanz abgelehnt worden - in zweiter Instanz dauert das Verfahren mehrere Monate. Die Demonstranten harrten seit Freitag in Decken gewickelt vor den Büros der Asylbehörde im Lager von Moria aus.

Die Polizei wollte sich nicht zu dem Fall äußern. Aus Kreisen des griechischen Flüchtlingsstabs hieß es, es komme in den Lagern immer wieder zu Protesten, die in der Regel wenige Tag dauerten.

In den Registrierzentren (Hotspots) der Inseln der Ostägäis leben derzeit rund 13 800 Flüchtlinge und Migranten. Die Zahl derer, die aus der Türkei zu den Inseln übersetzen, bleibt nach Angaben des griechischen Flüchtlingsstabs weiter niedrig. Von Sonntagmorgen bis Montagmorgen sei kein einziger Flüchtling auf den Inseln angekommen, hieß es.

Die Anzahl der ankommenden Flüchtlinge war im April 2016 schlagartig zurückgegangen. Damals war der der EU-Türkei-Flüchtlingspakt in Kraft getreten.

Dieses Abkommen sieht vor, dass die Türkei die Flüchtlinge zurückhält und die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann.


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