Lebensgefährliche "Kräutermischung" aus Sachsen? 36-Jähriger gestorben

Grimma - Schlimmer Verdacht in Sachsen!

Ein sächsisches Ehepaar soll für den Handel von "Kräutermischungen" verantwortlich sein, durch die möglicherweise ein 36-jähriger Mann gestorben ist. (Archivbild)
Ein sächsisches Ehepaar soll für den Handel von "Kräutermischungen" verantwortlich sein, durch die möglicherweise ein 36-jähriger Mann gestorben ist. (Archivbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa-tmn

Wie die Polizei Leipzig am Freitagnachmittag mitteilte, gibt es Anhaltspunkte, dass ein 36-jähriger Mann nach der Einnahme einer neuartigen Designerdroge eines sächsischen Internetshops verstorben ist.

Die Hintergründe:

Ein Ehepaar aus dem Raum Grimma/Parthenstein wird den Angaben zufolge beschuldigt, mit neuen psychoaktiven Stoffen - sogenannten Designerdrogen - unerlaubt Handel zu treiben. Konkret soll das Paar "Kräutermischungen" über einen Internetshop versendet haben.

"Wie die genaue Arbeitsteilung bei dem Shop aussieht, insbesondere wer den Shop tatsächlich betreibt, ist ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen", so Polizeisprecherin Mariele Koeckeritz.

Am gestrigen Donnerstag wurden mehrere Durchsuchungen in Parthenstein, Golzern und Bahren durchgeführt, bei denen Beweismittel sichergestellt wurden.

Im Rahmen der Durchsuchungen erfuhren die Ermittler, dass in Niedersachsen ein 36-jähriger Deutscher verstorben ist. Im Blut des Mannes wurde das synthetische Cannabinoid 4F-MDMB-BINACA nachgewiesen. Dieses hat eine ähnliche Struktur wie das verwandte 5F-MDMB-BINACA, das wiederum für rund 25 Todesfälle in Europa verantwortlich sein soll. Beide Stoffe werden Cannabis zugemischt.

Polizei warnt vor "Kräutermischungen" aus Online-Shops

Bei dem Todesfall aus Niedersachsen konnte nicht zu 100 Prozent geklärt werden, ob der Mann tatsächlich durch die Einnahme des synthetischen Stoffs gestorben ist. Allerdings wurden Anhaltspunkte gefunden, dass er vor seinem Tod eine der aus dem Internetshop angebotenen "Kräutermischungen" bezogen hat und konsumiert haben könnte.

Die Polizei warnt eindringlich davor, die "Kräutermischungen" aus Onlineshops zu beziehen und konsumieren. Polizeisprecherin Koeckeritz: "Der Konsum dieser Mischungen mit Beimengungen von zum Teil chemisch erzeugten Substanzen birgt unabsehbare gesundheitliche Risiken."

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