Keine Lust auf Klinik: Polizei muss betrunkene Radfahrerin wieder einfangen

Die betrunkene und verletzte Radfahrerin flüchtete aus der Klinik. (Symbolbild)
Die betrunkene und verletzte Radfahrerin flüchtete aus der Klinik. (Symbolbild)  © DPA

Grimma - Eine betrunkene Radfahrerin hat die Polizei am Mittwochabend in Grimma auf Trab gehalten. Sie flüchtete nach einem Unfall vor der Blutentnahme aus der Klinik.

Ein Taxifahrer rief gegen 20.45 Uhr die Polizei an. Er erzählte, dass ein unbekannter Autofahrer soeben eine Radfahrerin angefahren habe und diese verletzt sei.

Ein Rettungswagen brachte die 30-Jährige in ein Krankenhaus. Den Polizeibeamten erzählte die Frau, dass sie mit ihrem Rad auf der Straße des Friedens in Richtung Kreisverkehr unterwegs war.

Dabei habe ein in gleicher Richtung fahrendes Auto sie von der Straße gedrängt. Sie stürzte und verletzte sich am Kopf. Ihr sei schwarz geworden und als sie zu sich kam, habe der Taxifahrer neben ihr gestanden.

Während die Frau von ihrem Unfall erzählte, nahmen die Beamten Alkoholgeruch war. Ein freiwilliger Alkoholtest ergab einen Wert von 2,16 Promille. Es wurde eine Blutentnahme im Krankenhaus angeordnet.

Später erfuhren die Beamten, dass die Frau im Krankenhaus ausgerastet und dann vor der Blutentnahme geflüchtet sei. Sie suchten die Umgebung nach der 30-Jährigen ab und klingelten auch bei ihr zu Hause - ohne Erfolg.

Dann lief die Frau den Beamten schwanken und mit einer Bierflasche in der Hand über den Weg. Sie wollte nach eigenen Angaben zur Unfallstelle, um ihr Fahrrad abzuholen.

Doch stattdessen ging es zurück zur Klinik, um die noch ausstehende Blutentnahme durchzuführen. Da die 30-Jährige angab, neben dem Bier noch Cannabis geraucht zu haben, wurde außerdem ein Drogentest durchgeführt, der positiv ausfiel.

Da sie nach dem Unfall Erinnerungslücken hatte und bewusstlos war, musste sie die Nacht gegen ihren Willen im Krankenhaus verbringen.

Die Polizei stellte das Fahrrad der 30-Jährigen sicher, die Ermittlungen dauern an.


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