Immer mehr Grippe-Tote! Rekordzahlen seit 2001

So viele Grippe-Tote gab es seit der Einführung des Infektionsschutzgesetzes 2001 nicht.
So viele Grippe-Tote gab es seit der Einführung des Infektionsschutzgesetzes 2001 nicht.  © 123RF

Dresden - Die Grippe-Rekordsaison ist zu Ende. Allerdings: Im Freistaat gab es so viele Erkrankungen und Grippe-Tote wie nie seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes 2001.

Das Gesetz hatte das System der meldepflichtigen Krankheiten neu geregelt. Die traurigen Fakten für Sachsen: Seit Beginn der Grippesaison im Dezember wurden 16.685 Fälle gemeldet - Rekord. Das sind selbst mehr Erkrankungen als in der Schweinegrippe-Pandemie-Saison 2009/10. Damals wurden 10.634 Erkrankte registriert.

Vor allem Ältere hat es in dieser Saison erwischt - mit 26 Prozent waren die 45- bis 64-Jährigen am häufigsten betroffen. Die Dunkelziffer könnte noch höher liegen, da nicht jeder Erkrankte den Arzt aufsucht, hieß es beim Gesundheitsministerium.

Insgesamt 73 Menschen im Alter zwischen 33 und 100 Jahren sind in Sachsen nachweislich an Influenza gestorben - auch das Höchststand seit 2001, so das Robert-Koch-Institut. Weil die Grippewelle diesmal früher als üblich begann, ist die Saison auch deutlich zeitiger zu Ende als sonst.

Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (51, CDU): „Die Auswertung der diesjährigen Saison bestätigt, dass Influenza keine harmlose Erkrankung ist.“ Sie rät zur Impfung.

Titelfoto: 123RF


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