War's das jetzt? Grippewelle erreicht vorläufigen Höhepunkt

Die Grippewelle hat vorerst ihren Höhepunkt erreicht. (Symbolbild)
Die Grippewelle hat vorerst ihren Höhepunkt erreicht. (Symbolbild)  © DPA

Berlin - In Deutschland sind in der vergangenen Woche so viele Grippe-Erkrankungen gezählt worden wie noch nie in dieser Saison.

Die Welle habe mit knapp 35.300 Fällen in diesem Zeitraum einen vorläufigen Höhepunkt erreicht, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch in Berlin mit.

Insgesamt wurden in dieser Saison bislang rund 120. 0 Fälle erfasst. Mindestens 216 Menschen starben nachweislich nach einer Influenza-Infektion - vorwiegend Menschen im Seniorenalter, die oft Vorerkrankungen hatten. Die Dunkelziffer bei Grippefällen gilt als hoch, weil nicht in jedem Fall Erregerproben analysiert werden.

Derweil fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz einen besseren Impfschutz der Bevölkerung. "Bis heute übernehmen nicht alle Krankenkassen die wichtige Vierfach-Impfung", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. "Gezahlt wird häufig nur der halb so teure Dreifach-Wirkstoff."

Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Robert Koch-Institut (RKI) hatte die Vierfach-Impfung gegen Grippe erst kürzlich empfohlen. In der aktuellen Saison hilft der Dreifach-Impfstoff laut Experten nur bedingt, weil er weniger Virenstämme des Influenza-B-Typs abdeckt. Im Unterschied zur Dreifach- richtet sich die Vierfach-Impfung auch gegen die sogenannte Yamagata-Linie der Influenza-B-Erreger. Sie macht laut RKI etwa 75 Prozent aller Grippefälle aus.

Dennoch biete auch die Dreifach-Impfung guten Schutz, sagt RKI-Sprecherin Susanne Glasmacher. Bei der derzeitigen Grippewelle liege die Wirksamkeit aller Impfungen zusammen bei 46 Prozent. Das sei angesichts der üblichen Schwankungsbreite von 20 bis 60 Prozent schon recht gut.


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