Größer als Las Vegas: Macau hält sich seit 12 Jahren als Casinohauptstadt der Welt

Deutschland - Damit ein Land als Casino Hauptstadt floriert, müssen gewisse Grundsätze gegeben sein. Zum einen dürfen die Regelungen bezüglich Glücksspiel nicht allzu streng sein. Zum anderen müssen ausreichend reiche Menschen, sogenannte High Roller, Zugang zu dem Ort haben, dass nennenswerte Summen von Casinos eingefahren werden können.

Zusätzliche Attraktionen neben den Spielhallen sind auch ein Besuchermagnet. Lange Zeit galt deshalb Las Vegas in Nevada mit seinen prunkvollen Hotels, seiner Lage mitten in der Wüste und seinen täglich geöffneten Casinos als Mekka der Glücksspielszene.

Doch 2007 wurde es zum ersten Mal von der Chinesischen Sonderverwaltungszone Macau überholt – und diese hat ihren Spitzenplatz bis heute nicht abgegeben. Dieser Artikel erklärt, wie das möglich ist.

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Lichterstadt mit asiatischen Zauber

Dass die heutige Casino Hauptstadt der Welt ausgerechnet China angehört, mag überraschend sein. Schließlich ist in der Volksrepublik China Glücksspiel in jeder Form verboten.

Doch in Macau gelten nicht die gleichen Gesetze wie auf dem festländischen China. So war es deshalb möglich, dass sich hier große Casinos etablierten, die auch reiche Geschäftsmänner beispielsweise aus Hongkong oder dem chinesischen Festland besuchten.

Und obwohl digitales gambling heutzutage den Markt beherrscht, wie etwa das Online Casino von Betsson, reisen auch viele internationale Touristen an, um einmal in einem der prächtigen Casinos von Macau zu spielen.

Sind unter anderem verzaubert von der beeindruckenden Architektur der Gebäude, die noch exotischer ist als das Spektakel, dass ich den Beobachter in Las Vegas bietet. Auch Macau verwandelt sich nachts in eine Lichterstadt sondergleichen, die in allen Farben verheißungsvoll funkelt.

Klasse statt Masse

In Las Vegas kann jeder, der sich ein Ticket dorthin leisten kann, im Casino ein paar Runden am einarmigen Banditen spielen. Das bedeutet, dass sowohl elegante High Roller als auch casual Zocker in Jogginghosen sich unter das Publikum mischen.

Im Gegensatz dazu ist das Ambiente in Macau sehr exklusiv. Das hängt auch mit der Geschichte des Glücksspiels in der chinesischen Sonderverwaltungszone zusammen: Noch bevor Macau sich wieder unter chinesische Herrschaft begab, wurde Glücksspiel hier ausschließlich in VIP-Rooms abgehalten. Ein Platz in einem solchen Room war heiß begehrt und nur der absoluten Elite vorbehalten.

Um diese Hinterzimmer konstruierten sich später auch die Casinos von Macau, wie man sie heute kennt. Das bedeutet konkret: Nur Spieler, die dem Casino auch nennenswerten Gewinn bringen, sind in der Regel dort vertreten. Das nimmt dem Glücksspiel auch den anrüchigen Charakter, der ihn manchmal anhaftet.

Schlauer Schachzug der Wirtschaft

Da Macau ein relativ kleiner Startbereich ist, spielt das Glücksspiel in der Wirtschaft eine besondere Rolle. So stammten bereits 2011 über 80 Prozent der steuerlichen Einnahmen aus dem Casinobetrieb.

Der Staat erkannte hierin eine große wirtschaftliche Chance: Er lud ausländische Investoren ein, sich am Casinobetrieb in Macau zu beteiligen und entweder selbst Etablissements zu eröffnen oder in Lokal Betriebe zu investieren.

Dies führte zu einem beispiellosen Wachstum der Casinolandschaft, schuf Arbeitsplätze für Ortsansässige und brachte zusätzliches Einkommen durch Tourismus ein. In den letzten Jahren öffnet sich Macau im Zuge dessen auch etwas mehr dem Massenmarkt.

Bis heute ist es unwahrscheinlich, dass ein anderer Staat die “größte Spielothek des Planeten” vom Thron stoßen wird. Unter den beschriebenen Voraussetzungen floriert das Glücksspiel dort weiterhin und macht die Halbinsel in jedem Fall einen Besuch wert.


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