Sachsen-Dorf kämpft weiter gegen diese Dreckschleuder

Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain (Archivbild).
Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain (Archivbild).  © DPA

Groitzsch - Noch sind die Kohlebagger nicht in Pödelwitz (Landkreis Leipzig) angekommen. Die Bewohner des Ortes kämpfen trotzdem weiter verbissen um das Überleben ihres Dorfes.

Am Wochenende wollen sie eine "Rote Linie" in Form einer Menschenkette bilden. Die Botschaft: "Bis hierhin und nicht weiter!" Der BUND Sachsen hat dazu aufgerufen.

Während in Bonn die Weltklimakonferenz tagt, soll die "Rote Linie" auf die Pläne des Braunkohle-Konzerns Mibrag in Sachsen aufmerksam machen.

Pödelwitz liegt am nördlichen Rand des Braunkohletagebaus "Vereinigtes Schleenhain". Früher oder später soll der Ortsteil der sächsischen Stadt Groitzsch den Kohlebaggern weichen.

Die Mibrag hat bereits fast 100 von einst 130 Einwohnern zu einer Umsiedlung überredet. Die verbliebenen 34 Pödelwitzer werfen dem Unternehmen vor, das Dorf verfallen zu lassen (TAG24 berichtete).

Dabei versuchen die Dorfbewohner immer wieder, auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Zuletzt hingen sie im September in Pödelwitz bunte Wimpel mit Solidaritätsbotschaften aus ganz Deutschland auf (TAG24 berichtete).

Am Sonntag folgt nun also die Aktion "Rote Linie". Die gemeinsame Botschaft: "Keine Tagebauerweiterungen mehr auf Kosten von Mensch, Natur und Klima."

Titelfoto: DPA


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