Explosionen bei Waldbrand: Nur Löschpanzer können jetzt noch helfen!

Groß Laasch - Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg erschweren weiter die Arbeit der Einsatzkräfte bei einem Großbrand in Groß Laasch (Landkreis Ludwigslust-Parchim).

Löschpanzer "Kathrin" bekämpft den Waldbrand.
Löschpanzer "Kathrin" bekämpft den Waldbrand.  © dpa/Bodo Marks

Speziell geschützte Löschpanzer einer privaten Firma übernehmen nun die Brandbekämpfung, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag sagte.

Das Feuer war am Mittwoch auf einem Feld ausgebrochen und hatte sich durch den trockenen Boden auch auf einen Wald ausgebreitet (TAG24 berichtete).

Durch die starke Rauchentwicklung und die Explosionsgefahr war die Autobahn 14 in dem Bereich zunächst weiter gesperrt.

Feuerwehrleute hatten sich zwischenzeitlich immer wieder aus dem Gebiet zurückziehen müssen, weil Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden explodierten.

Update 11.45 Uhr: Die Flammen seien inzwischen soweit unter Kontrolle gebracht worden, dass ausgeschlossen werden könne, dass sich das Feuer weiter ausbreite. Dennoch werde damit gerechnet, dass die drei Panzer den Freitag über im Einsatz blieben.

Im Verlauf des Tages sollte zudem ein Polizeihubschrauber die Kräfte am Boden unterstützen und mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern suchen.

Neben rund 60 Feuerwehrmännern aus zehn Wehren hätten auch circa 20 Soldaten bei der Brandbekämpfung geholfen. Ein Löschhubschrauber habe im Rahmen der Amtshilfe sechs Mal rund 5000 Liter Wasser abgeworfen, teilte die Bundeswehr mit. Zudem sei ein Tanklaster zur Unterstützung hinzugezogen worden.

Die Munition in den Wäldern stammt von der deutschen Wehrmacht, die sich 1945 auf der Flucht vor der Roten Armee ihrer Waffen und Munition entledigte.

In den Löschpanzern ist die Gefahr durch Munitionsreste geringer.
In den Löschpanzern ist die Gefahr durch Munitionsreste geringer.  © dpa/Bodo Marks
Eine Spezialfirma hat die Löschpanzer bereitgestellt.
Eine Spezialfirma hat die Löschpanzer bereitgestellt.  © dpa/Bodo Marks

Titelfoto: dpa/Bodo Marks


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