"Materialschlacht": Großbrand in Mölkau offenbar durch Selbstentzündung entstanden

Leipzig - Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen! Auf einem Schrottplatz im Leipziger Stadtteil Mölkau war es am Sonntag zu einem Großbrand gekommen. Zunächst war von lediglich drei brennenden Autos die Rede (TAG24 berichtete). Wie die Freiwillige Feuerwehr Leipzig-Mölkau nun berichtet, sollen jedoch etwa 50 Fahrzeuge in Flammen gestanden haben - und damit nicht genug.

Auf einem Schrottplatz in Leipzig-Mölkau war es am Sonntag zu einem Großbrand gekommen.
Auf einem Schrottplatz in Leipzig-Mölkau war es am Sonntag zu einem Großbrand gekommen.  © Einsatzfahrten Leipzig

Denn wie die Feuerwehr auf Facebook mitteilt, waren auch mehrere mit Sperrmüll beladene Schiffscontainer, Elektroschrott sowie ein sogenannter Abrollcontainer von den Flammen betroffen.

Neben den Kameraden aus Mölkau sollen auch die Berufsfeuerwehr, die Freiwillige Feuerwehr Engelsdorf sowie die Freiwillige Feuerwehr Baalsdorf herbeigeeilt sein, um den Brand zu bekämpfen. Eine "schier endlose Materialschlacht", wie die Kameraden erklären.

"Wider Erwarten hatten wir hier zunächst Probleme eine stabile Wasserversorgung herzustellen, um alle Rohre bedienen zu können." Eine weitere Ausbreitung der Flammen sei dennoch verhindert worden können.

Nachdem die Gefahr weitestgehend gebannt und die Einsatzkräfte reduziert worden waren, löschten die Kameraden noch einen Schwelbrand, der in einem der Schiffscontainer ausgebrochen war. Auch diesmal mussten die Feuerwehrleute wieder unter schwerem Atemschutz vorgehen.

Ganze acht Stunden soll der Kampf gegen die Flammen sowie die anschließende Nachbereitung gedauert haben. "Der Ostermontag wird nun für viele von uns wohl in 'der Waagerechten' vonstattengehen", so die Kameraden abschließend.

UPDATE, 11.55 Uhr:

Die Ursache für den Großbrand in Mölkau ist offenbar geklärt. Einem Bericht der "Leipziger Volkszeitung" zufolge war das Feuer aufgrund von Selbstentzündung entstanden.

Die Brandermittler sollen den Ursprung des Brandes derweil in den Schiffscontainern vermuten, von denen einer angeblich mit alten Möbeln gefüllt war. Der Verdacht laut "LVZ": Durch Sonnenstrahlen habe sich die Ladung erhitzt und schließlich entzündet.

Die Kameraden an dem betroffenen Schiffscontainer.
Die Kameraden an dem betroffenen Schiffscontainer.  © Einsatzfahrten Leipzig

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