Nach Hitzewelle: Briten lassen ihre eigenen Strände völlig vermüllt zurück

Großbritannien - Müll und Dreck an britischen Stränden! Auf Twitter haben mehrere User das Chaos dokumentiert, dass die Briten an ihren eigenen Sandstränden hinterlassen haben. Ist es um das Umweltbewusstsein der Engländer wirklich so schlecht bestellt?

Trotz städtischer Abfalleimer und Umweltkampagnen ließen viele Briten ihre Strände in einem schockierenden Zustand zurück.
Trotz städtischer Abfalleimer und Umweltkampagnen ließen viele Briten ihre Strände in einem schockierenden Zustand zurück.  © Montage: Twitter Screenshot @TheMutherland, @DanJM

Solche Bilder tauchen meist eher aus südlicheren Gefilden auf, wo Touristen-Hochburgen mit den Hinterlassenschaften der vielen Urlauber zu kämpfen haben.

Doch tatsächlich stammen diese Fotos direkt aus einigen Küstenorten Großbritanniens.

So etwa vom nordwestlich gelegenen Blackpool Beach nahe Preston, wo nach dem Ansturm zahlreicher Einheimischer eine lang gezogene Müllschneise am Strand zurückblieb.

Ähnlich ging es auch im südlichen Brighton und im nördlichen Edinburgh zu. Auf dem beliebten Portobello Beach tummelten sich Unmengen von Strandbesuchern, um sich bei Rekord-Temperaturen von bis zu 39 Grad abzukühlen.

Viele Sonnenanbeter nahmen es auch hier mit der Müllentsorgung ganz und gar nicht mehr genau und warfen ihre Verpackungen und Getränkedosen in den Sand, ins Wasser oder neben die überfüllten Mülleimer, statt leere Behälter in der Nähe aufzusuchen oder den Müll mit nach Hause zu nehmen.

"Leider sind diese Dinge schon zur Normalität geworden, aber dieses Ausmaß zu sehen, war überraschend", sagte Emily Parr von der Umweltgruppe "Love My Beach" gegenüber der "Sun".

Ein Foto, das einen am Strand spielenden Jungen inmitten von Plastik-Abfall zeigt, fand sie "herzzereißend". Ihren Mitbürgern wirft Parr "egoistisches" und "anti-soziales" Verhalten vor.

Städtische Kampagnen wie "My Beach Your Beach" versuchen das Umweltbewusstsein der Einheimischen zu schärfen, sind bislang jedoch mit wenig Erfolg gekrönt.

Neben dem achtlos weggeworfenen Müll ist auf Twitter und bei "Edinburgh News" außerdem die Rede von einer Massenschlägerei am Portobello Beach und von Wildpinklern, die den Weg zum Strand ganz ungeniert als Toilette missbrauchen.

Donnerstag, der 25. Juli, war in England der heißeste Juli-Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Cambridge wurden laut "Guardian" 38,1 Grad gemessen, was der zweithöchsten jemals in Großbritannien gemessenen Temperatur entspricht.

Titelfoto: Montage: Twitter Screenshot @TheMutherland, @DanJM


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