Großdemo am Tagebau Hambach: Aktivisten besetzen Bagger

Kerpen – Tausende Klimaaktivisten wollen am Wochenende mit Blockaden und Protestaktionen den Braunkohleabbau im Rheinland stören. Die Polizei ist im Großeinsatz und will alles unternehmen, um solche Straftaten zu verhindern.

Umweltaktivisten des Aktionsbündnis "Ende Gelände" verlassen in einem Demonstrationszug ihr Lager in Düren in Richtung des Tagebaus Hambach.
Umweltaktivisten des Aktionsbündnis "Ende Gelände" verlassen in einem Demonstrationszug ihr Lager in Düren in Richtung des Tagebaus Hambach.  © DPA

Ziel der Aktionsgruppen ist es, Förderbänder, Schienen oder Bagger zu blockieren und den Betrieb im Tagebau möglichst lang lahmzulegen. Zu einem Demonstrationszug werden am Samstag (11.00 Uhr) rund 5000 Teilnehmer erwartet. Schon bei der Anreise der Aktivisten kam es am Freitag zu Konflikten mit der Polizei (TAG24 berichtete).

Die Polizei erwartet während der Kundgebung Aktionen mit der bekannten "Fingertaktik": Nach einem bestimmten System lösen sich dabei immer mehr Menschen aus dem Demo-Zug Richtung Tagebau. Die Polizei will dagegen mit massiven Kräften vorgehen.

"Personen, die sich entfernen, haben Straftaten angekündigt und sind auf dem Weg, Straftaten zu begehen", sagte der Einsatzleiter der Aachener Polizei im Vorfeld. Die Polizei werde dabei nicht einfach zusehen.

Die Braunkohlegegner fordern mit ihren Aktionen den sofortigen Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohle. Der Tagebau und der angrenzende Hambacher Forst haben eine hohe Symbolkraft in dem gesellschaftlichen Konflikt um die Kohle.

Update, 9.50 Uhr: Bagger besetzt

Umweltaktivisten haben einen Bagger im Braunkohletagebau Hambach besetzt. Nach ersten Polizeiangaben waren am Samstag etwa 8 Menschen auf dem Bagger und rund 30 weitere davor. "Wir werden uns darum kümmern", sagte eine Polizeisprecherin.

Update, 11.52 Uhr

Die Polizei hat Hunderte Aktivisten davon abgehalten, in den Braunkohletagebau Inden im Rheinischen Revier einzudringen. Ein Live-Video zeigt, wie die Aktivisten vom Aktionsbündnis Ende Gelände am Samstag auf freiem Feld und in Sichtweite zum Tagebau sehr schnell die Busse verlassen und Richtung Tagebau losrennen. Polizisten, die die Busse in Mannschaftswagen begleiteten, schnitten ihnen den Weg ab. Nach dpa-Informationen war am Ende eine Gruppe von bis zu 300 Aktivisten von der Polizei eingekesselt.

Aktivisten des Aktionsbündnisses «Ende Gelände» sind auf einem Feld am Tagebau Inden von der Polizei eingekesselt.
Aktivisten des Aktionsbündnisses «Ende Gelände» sind auf einem Feld am Tagebau Inden von der Polizei eingekesselt.  © DPA

Titelfoto: DPA

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