Großenhain kippt Gift ins Brunnenwasser!

Am Diana-Brunnen in Großenhain holen sich bei der derzeitigen Hitze viele eine Abkühlung - doch die Stadt kippt zwecks Algenvernichtung Gift ins Wasser.
Am Diana-Brunnen in Großenhain holen sich bei der derzeitigen Hitze viele eine Abkühlung - doch die Stadt kippt zwecks Algenvernichtung Gift ins Wasser.

Großenhain - In ihm baden Hunde, Kinder und so mancher Spaziergänger füllt sich am Diana-Brunnen in Großenhain bei der derzeitigen Hitze eine Wasserflasche auf.

Doch das Warnschild am Brunnen steht nicht umsonst da: Mehrmals in der Woche kippt die Stadt Gift ins Gewässer.

"Dort hängen extra Schilder, dass es kein Trinkwasser ist", sagt Diana Schulze (32), Stadtsprecherin von Großenhain. "Wegen der Algen wird je nach Witterung zweimal die Woche 25 Gramm Chlor in den Brunnen."

Weil die Algen bei Sonnenschein aber besonders stark sprießen, kommt noch eine weitere Chemikalie zum Einsatz: "Außerdem kommen noch 70 Milliliter Algen-Ex dazu", so die Stadtsprecherin.

Beides ist notwendig, damit sich das Brunnenwasser nicht in eine übelriechende grüne Brühe verwandelt, denn Sonnenschein und Wärme regt auch hier das Algenwachstum an.

Was aber Pflanzen abtötet, ist auch für Mensch und Tier nicht gut: "Es ist nicht so als würde man von dem Wasser gleich umkippen", sagt Diana Schulze.

"Aber gesund ist es keinesfalls, so etwas zu trinken. Wir haben die Schilder an dem Brunnen ja auch nicht umsonst dort aufgehangen."

Mitarbeiter Dennis Hentschel (37) vom Großenhainer Stadtbauhof beim Chloren des Dianabrunnes auf dem Hauptmarkt. Er achtet auch auf die Sauberkeit und ob der Brunnen technisch in Ordnung ist.
Mitarbeiter Dennis Hentschel (37) vom Großenhainer Stadtbauhof beim Chloren des Dianabrunnes auf dem Hauptmarkt. Er achtet auch auf die Sauberkeit und ob der Brunnen technisch in Ordnung ist.

Fotos: FischerPRESS


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