Wehe, jemand kommt ihm zu nahe: Schwarzer Schwan sieht rot

Großenhain - Wer Sonntag beim großen Hubertusfest durch den Barockgarten in Zabeltitz flaniert, stößt bestimmt auf irritierende Schilder: Die Stadtverwaltung warnt vor einem Schwarzen Schwan, der möglicherweise die Parkbesucher attackieren könnte.

Das ist der angriffslustige Trauerschwan von Zabeltitz.
Das ist der angriffslustige Trauerschwan von Zabeltitz.  © Sebastian Schultz

Denn wenn man dem Trauerschwan etwas zu nahe kommt, richtet er sich auf, faucht gar fürchterlich und wedelt mit den ausgebreiteten Flügeln.

Eine betagte Spaziergängerin, die nicht mehr so flugs auf den Beinen war, hat er kürzlich auch ins Knie gezwackt - eine überaus schmerzhafte Begegnung. Auch ein Bauhofarbeiter wurde in die Flucht geschlagen, als das Tier wohl sein Revier verteidigen wollte.

Außer Hinweisschildern ergreift die Stadtverwaltung aber keine Maßnahmen. Sprecherin Diana Schulze: "Er wird ja nur aggressiver, wenn man sich ihm nähert. Wir weisen darauf hin, dass der Schwan halt ein Wildtier ist."

Zumindest ausgewildert. Das schwarze Schwanenpaar wurde vor einem Jahr von zwei ortsansässigen Unternehmern gespendet, nachdem sie es bei einem Züchter in der Lausitz erworben haben.

Mit weißen Schwänen hatte man in Zabeltitz zuletzt Pech. Einer flog gegen den Zug, mehrere Küken kamen in der Baustellen-Entwässerung ums Leben. Die meisten aber wurden wohl vom Fuchs geholt.

Nun hofft man, dass dem Fuchs das Schwarze zu suspekt ist.

Irritierend: Mit diesen Schildern wird vor einem Schwarzen Schwan gewarnt, der möglicherweise die Parkbesucher attackieren könnte.
Irritierend: Mit diesen Schildern wird vor einem Schwarzen Schwan gewarnt, der möglicherweise die Parkbesucher attackieren könnte.  © Sebastian Schultz

Titelfoto: Sebastian Schultz

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