Großer Plan rund um VW: So soll die Region von der neuen "Zwickau AG" profitieren

Der Turbomotor für Westsachsen heißt VW. Landkreis, Städte und Konzern wollen jetzt eine gemeinsame Allianz für Attraktivität - die Zwickau AG - auf die Beine stellen.
Der Turbomotor für Westsachsen heißt VW. Landkreis, Städte und Konzern wollen jetzt eine gemeinsame Allianz für Attraktivität - die Zwickau AG - auf die Beine stellen.  © Uwe Meinhold

Zwickau - Aufbruchstimmung in Westsachsen: Volkswagen, IHK, Stadt Zwickau und der Landkreis haben ein großes Gemeinschaftsprojekt gestartet: die Zwickau AG. Das Ziel ist eine attraktive und wirtschaftsstarke Modellregion.

Ausgerufen hatte das Projekt der Zwickauer VW-Chef Siegfried Fiebig (62). Nach einer Auftaktveranstaltung bei der IHK werden am Dienstag bei einem gemeinsamen Termin Arbeitsgruppen gebildet, die sich um die Themen Fachkräfte, Bildung, Kultur und Infrastruktur kümmern sollen.

Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (62, CDU) hat konkrete Vorstellungen: "Wir müssen bei den Gewerbegebieten kooperieren, Fachkräfte anwerben und Arbeitslose qualifizieren. Wir müssen attraktive Wohnviertel schaffen. Der ÖPNV muss ausgebaut und vernetzt werden, die Digitalisierung schnell vorankommen."

Dresler erwartet in den nächsten zehn Jahren "einen generellen Quantensprung, auf den Dresden, Leipzig und Chemnitz neidisch sein werden".

Angelika Schunk, CDU-Fraktionsvorsitzende in Werdau, freut sich: "Ich träume von guten Bahnverbindungen nach Dresden und vom Weiterbau der Mitteltrasse bis zur B 93. Ich glaube, die Zwickau AG wird wie ein Lottogewinn für die Region."

Zwickaus Rathaussprecher Mathias Merz (48): "Die Zwickau AG soll vorerst als Impulsgeber und Moderationsplattform fungieren."

Turbo für die Region: Das sind die möglichen Auswirkungen der Zwickau AG

Antreiber: Siegfried Fiebig (62), Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen, hat die Zwickau AG angeregt. Zuvor unterschrieb er schon die Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Zwickau.
Antreiber: Siegfried Fiebig (62), Sprecher der Geschäftsführung von Volkswagen Sachsen, hat die Zwickau AG angeregt. Zuvor unterschrieb er schon die Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Zwickau.  © Uwe Meinhold

Auch wenn die Entscheidungsträger erst einmal auf der Euphoriebremse stehen, die Zwickau AG kann eine große Chance für Westsachsen werden. Das beweisen die Zahlen der Wolfsburg AG.

Aus der Taufe gehoben 1999, kamen bis Dezember 2016 insgesamt 17.000 neue Arbeitsplätze hinzu. Mit einem Grundkapital von 10,1 Millionen Euro ausgestattet, setzt das Unternehmen mit seinen derzeit 154 Mitarbeitern satte 17,86 Millionen Euro (2016) um. Dank der Wolfsburg AG haben sich die Arbeitslosenzahlen in Wolfsburg halbiert.

In Westsachsen könnte das alles noch viel besser werden.

"Wir sind ja keine strukturschwache Region so wie Wolfsburg damals", deutet Carsten Michaelis (44), Koordinator der Zwickau AG beim Landkreis Zwickau, an.

Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (62, CDU) hat schon konkrete Vorstellungen, wie sich seine Stadt in die Zwickau AG einbringen und von ihr profitieren könnte.
Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (62, CDU) hat schon konkrete Vorstellungen, wie sich seine Stadt in die Zwickau AG einbringen und von ihr profitieren könnte.  © Andreas Kreschel

Titelfoto: Uwe Meinhold


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