Großrazzia in Köln: Polizei ermittelt gegen Schleuser-Bande

Köln – Die Bundespolizei ist am Dienstagmorgen mit einer Großrazzia gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen.

Ein Bundespolizist führt einen festgenommenen Mann zu einem Polizeifahrzeug.
Ein Bundespolizist führt einen festgenommenen Mann zu einem Polizeifahrzeug.  © DPA

Mehr als 300 Ermittler waren im Einsatz. Sie durchsuchten 30 Objekte in Köln, Bonn und Duisburg, wie eine Sprecherin sagte. Die Beamten verhafteten zwei Iraker im Alter von 40 und 49 Jahren, 33 weitere Verdächtige wurden ermittelt.

Sie sollen nach Angaben der Bundespolizei Mitglieder einer Schleuserbande sein, die Menschen aus dem Iran und dem Irak illegal nach und durch Deutschland brachte. Am Vormittag dauerte der Einsatz an.

Um kurz nach 6.00 Uhr am Morgen hatten die Ermittler die Durchsuchungen gestartet, Schwerpunkt war dabei das Stadtgebiet Kölns. Hier trafen sie auch zwei der mutmaßlichen Köpfe des Schlepperrings an, die bereits mit Haftbefehlen gesucht wurden.

Die Liste der Vergehen, die ihnen die Staatsanwaltschaft vorwirft, ist lang: Schleusung, Steuerhinterziehung, Verleitung zu missbräuchlicher Asylantragstellung und der Erschleichung von Visa, Urkundenfälschung - jeweils gewerbs- und bandenmäßig, wie die Bundespolizeisprecherin sagte.

Die 33 weiteren Verdächtigen, gegen die sich die Razzia richtete, seien zumeist Fahrer im Auftrag der Schleuserbande. Die Ermittler durchsuchten unter anderem ihre Wohnungen. Ob weitere Festnahmen erfolgten, war am Vormittag noch nicht bekannt. Im Lauf des Tages sollten weitere Details bekannt gegeben werden.

Update, 14.46 Uhr

Bis zum Mittag wurde bei den Einsätzen umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Die Polizisten fanden 50 Mobiltelefone, Personaldokumente, Fahrzeug-Mietverträge und 13. Euro Bargeld.

Bundespolizisten gehen zu einem Wohnhaus in Köln.
Bundespolizisten gehen zu einem Wohnhaus in Köln.  © DPA
Ein Bundespolizist verlässt ein Wohnhaus mit sichergestelltem Material.
Ein Bundespolizist verlässt ein Wohnhaus mit sichergestelltem Material.  © DPA

Titelfoto: DPA

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