Kleinstadt soll 700 Flüchtlinge aufnehmen

In die Schüco-Halle sollen 700 Flüchtlinge einziehen.
In die Schüco-Halle sollen 700 Flüchtlinge einziehen.

Großröhrsdorf - In die Schüco-Hallen sollen in den kommenden Tagen 700 Flüchtlinge einziehen. Darüber wurde die Stadt am Montagnachmittag unterrichtet.

Demnach hatte das Unternehmen Portatec, dem die Halle gehört, dem Freistaat sie zur Miete angeboten. Sachsen habe sie längerfristig angemietet, um darin eine Erstaufnahme für Asylsuchende einzurichten.

Innerhalb kürzester Zeit sollen nun 700 Menschen einziehen.

Der Stadtrat, das Rathaus und der Pfarrer wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Bisher sind in Großröhrsdorf 70 Flüchtlinge untergebracht.

"Es ist uns durch gutes Zusammenstehen von breiten Schichten der Bevölkerung gelungen, hier ein friedliches Miteinander zu leben", heißt es in einer Stellungnahme der Stadt.

Die Einrichtung des neuen Erstaufnahmeheims lehnen sowohl Stadtrat, als auch die Bürgermeisterin, Kerstin Ternes und der Pfarrer Stefan Schwarzenberg ab.

Sie vertreten die einheitliche Meinung, "dass die Stadt mit der Anzahl der aufzunehmenden Flüchtlinge aufgrund ihrer Einwohnerzahl und ihrer Infrastruktur weit überfordert und damit die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gewahrt ist."

Sie werden nun rechtlich prüfen lassen, ob die Einrichtung des Aslyheims verhindert werden kann. Gleichzeitig fordern sie die Staatsregierung auf, die Einwohner über den aktuellen Stand in einer Bürgerversammlung zu informieren.

UPDATE 17:40 Uhr: Ab Dienstagabend wird die ehemalige Jägerkaserne in Schneeberg erneut Erstaufnahmeeinrichtung für rund 200 Asylbewerber.

Fotos: Rico Löb


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