Ausgerechnet ein Grüner soll die Töberich-Strafe bekommen

Miro Jennerjan (36, re.)
Miro Jennerjan (36, re.)

Von Dirk Hein

Dresden - 500 Euro Strafe muss der einstige Grünen-Lokalpolitiker Michael Ton (59) zahlen, weil er Investorin Regine Töberich (51) geschlagen hat.

Lest mal, warum das Geld möglicherweise auf dem Tisch eines anderen Grünen-Politikers landet.

Denn auf Anweisung der Staatsanwaltschaft muss Ex-Politiker Ton seine Geldstrafe an die Bundesgeschäftsstelle des Netzwerkes für Demokratie und Courage zahlen.

Das Netzwerk kümmert sich um antirassistische Bildungsarbeit an Schulen (ab der achten Klasse). Geschäftsführer Sebastian Drefahl (38): „Das Geld ist ein absoluter Glücksfall für uns. Wahrscheinlich fließen die 500 Euro in ein Anti-Gewaltprogramm oder in ‚Sexismus und Rollenverständnis‘, eines unserer zentralen Themen.“

Stimmt der Vorstand zu, würde das Geld auch in Sachsen ausgegeben - und damit im Budget von Miro Jennerjahn (36, Grüne) landen.

Der saß bis 2014 im sächsischen Landtag und ist jetzt Geschäftsführer des sächsischen Netzwerks für Demokratie und Courage.

Foto: dpa/Matthias Hiekel


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