Grundrente? Markus Söder lobt und setzt auf Zukunft mit Angela Merkel

München - Markus Söder (52) hat die Kritiker der großen Koalition in Union und SPD vor einem Bruch der Regierung gewarnt. Der CSU-Chef fand klare Worte.

Markus Söder hat erneut vor einem Bruch der Regierung in Deutschland gewarnt.
Markus Söder hat erneut vor einem Bruch der Regierung in Deutschland gewarnt.  © Sven Hoppe/dpa

"Die Entscheidung zur Grundrente war keine einfache, aber der Kompromiss ist vertretbar", sagte Bayerns Ministerpräsident am Montag bei einer Veranstaltung in der bayerischen Landeshauptstadt.

Wer aber nun überlege, ob die Koalition beendet werden solle, müsse sich auch mal fragen, "was ist in der Sekunde nach dem Bruch der Koalition".

Zu einer Regierung gehöre es schließlich, Kompromisse zu schließen, sagte Söder.

Wenn aber demokratische Kräfte keine Kraft mehr hätten, Kompromisse zu schließen, dürfe sich niemand wundern, wenn wie in Thüringen die politischen Extreme an den Rändern gewännen. "Dann verabschieden wir uns von der Demokratie."

Auch wenn die große Koalition nie eine gewünschte Liebesbeziehung gewesen sei, sei ihre Arbeit doch besser als ihr Ruf. Zugleich appellierte Söder aber auch deutlich: "Wir brauchen die Lust, Probleme zu lösen und dürfen aber keine Angst haben, Verantwortung zu übernehmen."

Markus Söder findet lobende Worte für Angela Merkel

Auch die oft kritisierte Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) sei laut Söder besser als ihre öffentliche Wahrnehmung: "Manch einer wird sich noch wundern, wenn wir diese Bundeskanzlerin nicht mehr haben", sagte Söder im Hinblick auf die 65-Jährige.

Dann werde die Position Deutschlands in der Welt nicht mehr so leicht zu halten sein.

Am Sonntag hatten die Spitzen von SPD und Union stundenlang an dem Kompromiss zur Grundrente verhandelt.

Mit der Grundrente sollen Rentner ab 2021 einen Zuschlag bekommen, die 35 Beitragsjahre haben und deren Beitragsleistung unter 80 Prozent, allerdings jedoch über 30 Prozent des Durchschnittseinkommens liegt. Geplant ist eine umfassende Einkommensprüfung.

Kanzlerin Angela Merkel wird immer häufiger deutlich kritisiert.
Kanzlerin Angela Merkel wird immer häufiger deutlich kritisiert.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Titelfoto: Montage: Sven Hoppe/dpa , Soeren Stache/dpa-Zentra

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