Neue Grundsteuer: Sachsens Finanzminister lehnt Pläne des Bundes ab

Dresden - In Ostdeutschland wurden Werte eines Hauses oder Grundstückes das letzte Mal 1935 festgelegt. Das soll sich nun ändern.

Sieht Sachsen benachteiligt: der sächsische Finanzminister Matthias Haß (CDU).
Sieht Sachsen benachteiligt: der sächsische Finanzminister Matthias Haß (CDU).  © DPA

Doch Sachsen sträubt sich gegen entsprechende Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).

Scholz will ein wertabhängiges Modell einführen. Die Bemessungsgrundlage soll sich künftig aus mehreren Indikatoren zusammensetzen - darunter Nettokaltmiete, Wohnfläche, Baujahr und Bodenrichtwert.a,

Vermieter könnten die Kosten für die Grundsteuer auf die Mieten umlegen.

"Unser Freistaat wäre davon besonders betroffen, weil es bei uns mehrere großstädtische Ballungsräume gibt, verbunden mit den ostdeutschen Einheitswerten von 1935", sagte Sachsens Finanzminister Matthias Haß (CDU).

Vor allem die Einbeziehung der Nettokaltmieten findet Haß problematisch. "Weil wir ohnehin in den Städten derzeit eine Debatte um zu hohe Mieten haben"

Haß zufolge wäre die Neuberechnung für Sachsen mit einem Wertanstieg um mehr als 20 Prozent verbunden.

Will die Grundsteuer neu berechnen: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).
Will die Grundsteuer neu berechnen: Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).  © Natacha Pisarenko/AP

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