Freital: Wie viele Polizisten waren Informanten der rechten Terror-Gruppe?

Patrick F., mutmaßlicher Rädelsführer, soll 
Informationen von Polizisten bekommen haben.
Patrick F., mutmaßlicher Rädelsführer, soll Informationen von Polizisten bekommen haben.  © Ove Landgraf

Dresden - Wie viele Polizisten haben der rechtsextremen „Gruppe Freital“ Informationen zugespielt? Mittlerweile richtet sich das Ermittlungsverfahren gegen drei Polizisten!

Zudem gibt es ein weiteres Verfahren - noch gegen unbekannt.

Kurz vor Weihnachten hatte Justizminister Sebastian Gemkow (38, CDU) im Landtag noch von zwei Beamten gesprochen. Doch in einer Stellungnahme für den Landtag gab Innenminister Markus Ulbig (52, CDU) nun bekannt, dass „mittlerweile“ gegen drei Beamte ermittelt wird.

Dem nicht genug: Am 14. Dezember leitete das Operative Abwehrzentrum (OAZ) ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen unbekannt ein! Begründung: Man habe an diesem Tag vom Bundeskriminalamt erfahren, dass sich aus einer Vernehmung weitere Anhaltspunkte für eine mögliche Weitergabe von Infos an die „Gruppe Freital“ ergeben hätten.

Am 21. Dezember leitete die Staatsanwaltschaft Dresden ein entsprechendes Ermittlungsverfahren gegen unbekannt ein. „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, so Oberstaatsanwalt Claus Bogner (56) zu TAG24.

Unterdessen müssen sich acht Mitglieder der „Gruppe Freital“ ab 7. März vor Gericht verantworten. Bis Ende September sind mehr als 60 Verhandlungstage angesetzt. Vorsitzender Richter ist nach TAG24-Informationen Thomas Fresemann (50).

Den sieben Männern und einer Frau wird neben der Bildung einer terroristischen Vereinigung u.a. auch versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und die Herbeiführung von Sprengstoffexplosionen vorgeworfen.


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