14-Jährige brutal vergewaltigt: Endlich hat der Prozess ein Ende!

Hamburg - Endlich hat das gerichtliche Hin und Her um die Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen in Hamburg-Harburg (TAG24 berichtete) ein Ende. Die vom Landgericht Hamburg verhängten Strafen gegen vier Jugendliche und einen Mann sind jetzt rechtskräftig.

Zwei Angeklagte und ihre gesetzlichen Vertreter sitzen 2016 in Hamburg im Landgericht.
Zwei Angeklagte und ihre gesetzlichen Vertreter sitzen 2016 in Hamburg im Landgericht.  © DPA

Das teilte der Bundesgerichtshof am Montag in Karlsruhe mit. Die drei Deutschen und zwei Serben hatten im Februar 2016 auf einer Geburtstagsfeier eine betrunkene 14-Jährige vergewaltigt, das Ganze gefilmt und anschließend das kaum bekleidete Mädchen bei Null Grad Celsius in einem Hinterhof abgelegt.

Der Teenager konnte damals von einem Nachbarn gerettet werden und kam auf eine Intensivstation.

Die Angeklagten wurden für diese Tat in einem ersten Prozess (Oktober 2016) zu Bewährungsstrafen von ein bis zwei Jahren sowie einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Dagegen hatte die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt.

Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. 2018 wurde deshalb erneut verhandelt, die Strafen erhöhten sich: Die Angeklagten werden nun wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person, gefährlicher Körperverletzung und wegen Herstellens jugendpornografischer Schriften sowie Beihilfe zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

In nur noch zwei Fällen wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Die drei zu Gefängnis verurteilten Angeklagten hatten daraufhin Revision gegen das zweite Urteil des Landgerichtes Hamburg eingelegt.

Nun hat der Bundesgerichtshof die Revisionen in zwei Fällen als unbegründet zurückgewiesen, der dritte Angeklagte hatte seine Revision demzufolge selbst zurückgenommen.

Das Urteil des Landgerichtes Hamburg vom 6. Juni 2018 ist damit insgesamt rechtskräftig.

Ein Justizbeamter steht vor Prozessbeginn im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude in Hamburg.
Ein Justizbeamter steht vor Prozessbeginn im Gerichtssaal im Strafjustizgebäude in Hamburg.  © DPA

Titelfoto: DPA

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