Gruppenvergewaltigung in Freiburg: Wurde die Tat gefilmt?

Freiburg - Nach der Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco in Freiburg hat die Polizei auf den Mobiltelefonen der Angeklagten keine Bilder oder Videos von der Tat oder dem Tatort gefunden.

Zu Beginn des Prozesses sitzen die Angeklagten im Landgericht seitlich hinter ihren Anwälten. (Archivbild)
Zu Beginn des Prozesses sitzen die Angeklagten im Landgericht seitlich hinter ihren Anwälten. (Archivbild)

Auch eine Videoüberwachung des Areals vor der Diskothek gebe es nicht, sagte ein Kriminalbeamter am Donnerstag vor dem Landgericht Freiburg.

Die Handy-Auswertung habe jedoch ergeben, dass die Männer nach der Tat Angst hatten, von der Polizei entdeckt und festgenommen zu werden.

Darüber sei über Handy mehrfach kommuniziert worden. Einer der Männer habe zudem Vergewaltigungsfantasien dokumentiert. Diese habe die Polizei auf dem Handy entschlüsselt.

In dem Ende Juni begonnenen Prozess sind elf Männer im Alter von 18 bis 30 Jahren - die meisten von ihnen Flüchtlinge - wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung angeklagt.

Ihnen wird vorgeworfen, im Oktober vergangenen Jahres die 18-Jährige nachts in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben.

Der Prozess wird fortgesetzt.

Einer von elf Angeklagten wird vor dem Prozessbeginn von einem Justizbeamten in einen Gerichtssaal im Landgericht gebracht. (Archivbild)
Einer von elf Angeklagten wird vor dem Prozessbeginn von einem Justizbeamten in einen Gerichtssaal im Landgericht gebracht. (Archivbild)  © Patrick Seeger/dpa

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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