Du wurdest gegruschelt! StudiVZ lebt noch

Man kann sich immer noch bei StudiVZ anmelden.
Man kann sich immer noch bei StudiVZ anmelden.

Berlin - Für viele Internetnutzer war es das erste Soziale Netzwerk in ihrem Leben: StudiVZ! Das Online-Portal aus Deutschland erlebte nach einem riesigen Hype einen tiefen Fall in die Bedeutungslosigkeit - Dank Facebook. Doch was ist aus dem Portal mittlerweile geworden?

Fünf Jahre zurück: Da gruschelten täglich stolze 16 Millionen User bei StudiVZ oder MeinVZ. Kein soziales Netzwerk in Deutschland hatte mehr Mitglieder, Facebook hatte damals nur etwa 11 Millionen deutsche Nutzer.

Doch dann übernahm Facebook die Marktherrschaft, die VZ-ler meldeten sich nach und nach ab. Heute sind nach eigenen Angaben noch ca. neun Millionen Nutzer registriert - Wirklich aktiv sind allerdings nur noch eine Million. Vergleich: Bei Facebook sind jetzt ca. 28 Millionen Nutzer aus Deutschland.

Ganze 300 Mitarbeiter kümmerten sich noch vor ein paar Jahren um die User. Übrig geblieben sind 2015 noch 15 Mitarbeiter, davon einige in freier Anstellung.

StudiVZ ist nicht tot. Trotzdem kämpfen die Macher mit Facebook ums Überleben.
StudiVZ ist nicht tot. Trotzdem kämpfen die Macher mit Facebook ums Überleben.

Kommt StudiVZ wieder zurück?

"Herzlich Willkommen in der größten WG Deutschlands" - steht so in dem Schreiben, das man nach der Anmeldung bekommt. Denn Anmelden kann man sich tatsächlich noch bei den beiden VZ-Portalen. Die Zahl der aktiven Nutzer liegt bei ca. eine Million. Viele Profile sind aber tot - zwar nicht abgemeldet, aber seit Jahren nicht mehr benutzt.

Die VZ-Chefs glauben aber ein Comeback. Auf einem Blogeintrag im März 2014 schreiben sie: "Hier möchten wir Euch mit auf eine Reise in die Zukunft nehmen. Auch wenn es anders lautende Gerüchte geben mag: Wir sind da! Bleiben! Und gehen wieder in eine neue Runde!"

Doch es herrscht in bisschen Chaos im System. Aktuelle Blogeinträge werden heftig kommentiert. Viele Nutzer beschweren sich über häufige Fehler im sozialen Netzwerk. Ob wir jemals ein Comeback des "Gruschelns" erleben, bleibt also fraglich.

Fotos: dpa, imago


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