Militär-Heli über Kreuzfahrtschiff: Dramatische Szenen spielen sich an Bord ab!

Guam - Spektakuläre Szenen haben sich vergangenen Montag auf dem Pazifischen Ozean abgespielt: Ein Helikopter schwebte über einem Kreuzfahrtschiff der Reederei P&O Cruises - und das für längere Zeit. Doch was war passiert?

Was für ein spektakulärer Rettungseinsatz! Der Mann wurde mit der Hilfe eines Seils an Bord des Hubschraubers gezogen.
Was für ein spektakulärer Rettungseinsatz! Der Mann wurde mit der Hilfe eines Seils an Bord des Hubschraubers gezogen.  © KIRSTEN KING/U.S. NAVY

Wie das Portal "The Stars and Stripes" am Dienstag mitteilte, erreichte am Sonntagabend gegen 21.45 Uhr (Ortszeit) ein Notruf vom britischen Kreuzfahrtschiff "Arcadia" die US-amerikanische Küstenwache.

Das Schiff befand sich auf dem Weg von Neuguinea nach Japan. Ein Mann hatte offenbar einen Herzinfarkt erlitten und konnte an Bord des rund 290 Meter langen Luxus-Liners nicht ärztlich versorgt werden.

Doch wer jetzt glaubt, dass Hilfe kurz nach dem Notruf folgte, der irrt. Denn die Rettung konnte erst gegen 4.45 Uhr stattfinden. Der Grund: Der Ozeanriese war zum Zeitpunkt des Notrufs zu weit von der Küste Guams entfernt.

Beim Anflug des Hubschraubers der US-amerikanischen Küstenwache folgte dann das nächste Problem: Das Schiff bot keine Plattform, auf dem der Rettungshubschrauber hätte sicher landen können.

Daher musste sich der Pilot etwas anderes einfallen lassen. Er entschied sich dazu, den Heli nur wenige Meter über dem Kreuzfahrtschiff schweben zu lassen. Die Streitkräfte konnten den Passagier an Bord zu ziehen. Er wurde in ein Krankenhaus der Marine gebracht.

Leutnant Richard Schuster ist zufrieden: "Ich bin noch nie zu einem Kreuzfahrtschiff geflogen. Wir mussten sehr weit oben schweben, weil wir nirgendwo landen konnten. Es ist nicht üblich, dass wir jemanden hochheben müssen. Diese Situation war womöglich einmalig; normalerweise landen wir".

Wie es dem Mann ,der auf die Hilfe der Küstenwache angewiesen war, geht, ist nicht bekannt.

Titelfoto: KIRSTEN KING/U.S. NAVY


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