Gaffer verurteilt: Anstatt zu helfen, filmte er einen tödlichen Unfall

Rettungskräfte stehen am 5. September bei Burgau auf der A8. Ein Gaffer filmte einen sterbenden Biker und wurde nun zu einer hohen Geldstrafe und Fahrverbot verurteilt.
Rettungskräfte stehen am 5. September bei Burgau auf der A8. Ein Gaffer filmte einen sterbenden Biker und wurde nun zu einer hohen Geldstrafe und Fahrverbot verurteilt.

Günzburg - Ein Autobahngaffer ist in Bayern zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen und einem einmonatigen Fahrverbot verurteilt worden.

Der Günzburger Amtsgerichtdirektor Walter Henle sagte am Dienstag, dass ein entsprechender Strafbefehl gegen den Lasterfahrer rechtskräftig geworden sei. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet, dass der Beschuldigte nun 2700 Euro zahlen müsse.

Im September war ein 59 Jahre alter Motorradfahrer auf der A8 tödlich verunglückt (TAG24 berichtete).

Der 50 Jahre alte Lasterfahrer war ausgestiegen und hatte mit seinem Smartphone gefilmt, wie die Ersthelfer vergeblich versuchten, das Leben des Mannes zu retten.

Polizisten nahmen dem Gaffer das Telefon ab. Sie erstatteten Anzeige wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung und der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen.


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